Kurzmeldung
Das nationale Gesundheitsinstitut Sciensano meldet für das Sommerhalbjahr 2026 eine ausgeprägte Übersterblichkeit, die mit drei namentlich bestimmten Hitzewellen zusammenfällt. Nach der konsolidierten Auswertung der Be‑MOMO‑Überwachung registrierte Sciensano insgesamt 2.935 zusätzliche Todesfälle gegenüber dem erwarteten Niveau. Die stärkste Abweichung entfiel demnach auf die erste Hitzewelle; zwischen dem 18. Juni bis zum 3. Juli 2026 wurden die größten Übersterblichkeitszahlen verzeichnet.
Regionale Teilanalysen zeigen, dass die Wallonie relativ am stärksten betroffen war. Auch in der Region Brüssel‑Hauptstadt wurden deutlich höhere Todeszahlen als erwartet gemeldet. Das Königliche Meteorologische Institut (IRM) weist das Sommerhalbjahr 2026 als außergewöhnlich warm und trocken aus und bestätigt drei klar abgrenzbare Hitzeereignisse, deren Zeiträume mit den Anstiegen in der Mortalitätsüberwachung zeitlich korrelieren.
Sciensano und Fachleute betonen, dass das Messinstrument Be‑MOMO die Gesamtabweichung von erwarteten Todeszahlen abbildet und deshalb direkte und indirekte Hitzeeffekte erfasst, die in Sterbeurkunden nicht notwendigerweise als hitzebedingt ausgewiesen werden. Ältere Menschen, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie Personen mit chronischen Vorerkrankungen trugen überproportional zur beobachteten Übersterblichkeit bei; gleichzeitig lagen auch bei einigen jüngeren Altersgruppen die Werte über dem Erwartungsbereich.
Politische Verantwortungsträger und Gesundheitsdienste leiten aus den Ergebnissen konkrete Maßnahmen ab: Schärfung von Warn‑ und Informationsketten zwischen IRM, Gesundheitsbehörden und Gemeinden, gezielte Prävention in Einrichtungen für ältere Menschen, Anpassungen im Wohnungsbestand sowie mehr städtische Begrünung und Beschattung. Die Behörden bezeichnen die vorgelegten Zahlen als vorläufig und kündigen weitergehende Detailanalysen sowie eine fachliche Validierung an.
Die hier zusammengefassten Angaben beruhen auf offiziellen Mitteilungen von Sciensano, Auswertungen des Be‑MOMO‑Systems und Aussagen des IRM sowie auf konsolidierten Medienberichten, die diese Quellen wiedergeben.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).