Ein Kontrolleur der flämischen Verkehrsgesellschaft De Lijn ist am Abend des 6. September 2026 in Antwerpen-Berchem während einer Fahrscheinkontrolle angegriffen und verletzt worden. Nach Angaben der Polizeizone Antwerpen und von De Lijn ereignete sich der Vorfall gegen 19 Uhr in einem Bus der Linie 90 im Bereich der Haltestelle unter der Bahnbrücke zwischen Burgemeester Ryckaertsplein und Posthoflei. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht; es besteht keine Lebensgefahr.
Laut Polizeisprecherin Kim Bastiaens kontrollierte das Team vier Fahrgäste, von denen drei keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnten. Als einer der Männer aggressiv reagierte, eskalierte die Situation. Zwei weitere Personen schlugen demnach auf den Kontrolleur ein; ein vierter Fahrgast mischte sich anschließend ebenfalls gewaltsam ein. Eintreffende Einsatzkräfte überwältigten die Beteiligten und brachten alle vier Männer in das nahe gelegene Mastergebouw der Polizei, wo sie vorläufig festgenommen und vernommen wurden. Zu Alter oder Nationalität der Festgenommenen lagen zunächst keine offiziellen Angaben vor.
Gewerkschaften berichten von Spuren am Hals des Opfers und sprechen von einem möglichen Würgeversuch. Die Polizei führt diese Angaben als Teil der laufenden Ermittlungen, bestätigte den genauen Tathergang jedoch noch nicht. Welche strafrechtlichen Schritte im Anschluss folgen, ist Gegenstand der weiteren Untersuchungen.
De Lijn verurteilte die Attacke als schweren Fall von Aggression gegen Mitarbeitende. Der Vorfall nährt die Debatte über mehr Schutz im öffentlichen Personennahverkehr. Gewerkschaften erneuern ihre Forderung, Kontrolleure flächendeckend mit Körperkameras (Bodycams) auszustatten. De Lijn verweist darauf, dass für eine breite Einführung rechtliche und organisatorische Voraussetzungen auf Ebene der Flämischen Region zu klären seien.
Die Polizei kündigte an, den Fall mit Priorität aufzuklären, und verwies auf die schnelle Intervention der Streifen am Bahnhof Antwerpen-Berchem. Der Angriff reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein, die die Sicherheitslage in stark frequentierten Knotenpunkten des städtischen Verkehrs in den Mittelpunkt rücken. Sowohl Betreiber als auch Behörden und Gewerkschaften sehen darin einen Anlass, bestehende Schutz- und Präventionsmaßnahmen erneut zu prüfen und, falls erforderlich, nachzuschärfen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).