Die flämische Abfall- und Ressourcenagentur OVAM hat am 13. Oktober 2026 die Abfallstatistik für das Berichtsjahr 2025 veröffentlicht und den niedrigsten Restabfall seit Beginn der Messungen bestätigt. Der nicht selektiv gesammelte Haushaltsabfall ging weiter zurück. Zugleich bleibt Littering (Zwerfvuil) ein relevanter Störfaktor, der die Vergleichbarkeit zwischen Gemeinden beeinträchtigt und zusätzliche Reinigungsleistungen erfordert.
OVAM und das Forschungszentrum VITO verweisen in den begleitenden Unterlagen darauf, dass die Rückgänge kein Einmaleffekt sind, sondern Ergebnis einer Kombination aus besserer Getrenntsammlung, Sensibilisierung und lokaler Kontrolle. Kommunale Sammelinitiativen und erweiterte Systeme für Wertstoffe hätten die Restabfallmenge pro Einwohner weiter gedrückt. Dennoch variiert das bereinigte Niveau je nach Gemeinde deutlich, unter anderem wegen unterschiedlich hoher Mengen an aufgesammeltem Zwerfvuil.
Ein im Paket der aktuellen Veröffentlichungen behandelter Begleitbericht zur Zwerfvuil-Erfassung 2024 zeigt, dass die eingesammelten Straßen- und Parkraumabfälle in Teilbereichen zugenommen haben. Erhoben werden diese Daten im System IZAS, mit dem Kommunen die Mengen an eingesammeltem Zwerfvuil und den Inhalt der öffentlichen Abfallbehälter systematisch dokumentieren. Laut OVAM und VITO erschwert das Littering die weitere Senkung des Restabfalls, weil zusätzliche Aufräumleistungen anfallen und Fehlwürfe in öffentlichen Behältern die Sortierqualität mindern.
Inhaltlich betont OVAM, dass das Wissen über richtige Trennung im Bio- und Küchenabfall weiter ausgebaut werden muss. Unklare Trennpraxis bei organischen Abfällen begrenzt das Potenzial, Restabfall weiter zu senken, und führt zu vermeidbaren Verunreinigungen in den Wertstofffraktionen. Fachleute sehen Fortschritte möglich, wenn kommunale Informationsarbeit, geeignete Infrastruktur und konsequente Kontrollen zusammenspielen.
Politisch sind für Flandern Zielwerte bis 2030 gesetzt. Die neuen Ergebnisse sollen als Grundlage für Anpassungen lokaler Materialienpläne dienen und die Prioritäten bei Aufklärung und Vollzug schärfen. Die Veröffentlichung ordnet sich in eine längerfristige Entwicklung ein, die bereits in Vorjahren rückläufige Restabfallmengen zeigte; der nun gemeldete Tiefstand markiert jedoch einen neuen Referenzpunkt für die Abfallpolitik der Region.
Die Auswertung wurde von OVAM erstellt und über das Informationsportal VITO EMIS verbreitet. Zahlen- und Jahresbezüge in diesem Bericht folgen den genannten Veröffentlichungen für 2025 sowie den parallel diskutierten Monitoring-Ergebnissen zu Zwerfvuil aus dem Jahr 2024.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).