Umwelt

Belgien startet Mobilitätswoche mit Fokus auf kinderfreundliche Städte

Vom 16. bis 22. September 2026 steht die Week van de Mobiliteit in Belgien im Zeichen sicherer Wege für Kinder. In der Region Brüssel-Hauptstadt ist der autofreie Sonntag am 20. September der Höhepunkt.

Belgien hat die Week van de Mobiliteit 2026 eröffnet. Die Aktionswoche läuft vom 16. bis 22. September und rückt landesweit kinderfreundliche Mobilität und öffentlichen Raum in den Mittelpunkt. Kommunen, Schulen, Verkehrsakteure und zivilgesellschaftliche Initiativen planen Aktionen, mit denen sie sichere, selbstständige Wege für Kinder fördern und zugleich Luftqualität, Lebensqualität und Bewegung im Alltag verbessern wollen.

Zentrum der Woche in der Region Brüssel-Hauptstadt ist der autofreie Sonntag (niederländisch Autoloze zondag) am 20. September 2026. Nach regionalen Ankündigungen wird das gesamte Stadtgebiet von 9:30 bis 19:00 Uhr weitgehend für den motorisierten Individualverkehr gesperrt; Ausnahmen gelten für Einsatzdienste sowie klar geregelte Zufahrten. Die Hauptstadtregion verknüpft den Tag mit dem 50. Jubiläum der ersten Metrolinie in Brüssel und kündigt Informationsstände, Aktionen und Angebote rund um nachhaltige Mobilität an.

Auch in Flandern und in der Wallonie flankieren regionale Mobilitätsstellen und Partner die Woche mit Programmen vor Ort. Schulen werden zu Fuß- und Radinitiativen eingeladen, Kommunen erproben temporäre Temporeduktionen, Querungshilfen oder Fahrbahnumwidmungen, und Fachstellen stellen Hilfen für sichere Schulwege bereit. Der Ansatz folgt der Überlegung, dass Maßnahmen, die Kindern nützen, in der Regel die Sicherheit und Aufenthaltsqualität für alle erhöhen.

Zugeschriebene Ziele der Woche sind, die Debatte von Einzelmaßnahmen im Verkehr hin zur Gestaltung lebenswerter Stadt- und Ortsräume zu verschieben: mit sicheren Kreuzungen, breiten Gehwegen, geschützten Radverbindungen, angepassten Geschwindigkeiten und einer besseren Verknüpfung mit Bus, Tram und Metro. Behörden und Träger betonen dabei den Charakter als Anschub für kommunale Entscheidungen.

Bewertung: Ob die Mobilitätswoche über punktuelle Aktionen hinaus Wirkung zeigt, hängt davon ab, ob Gemeinden und Regionen daraus verbindliche Schritte ableiten – etwa Investitionen in Infrastruktur, dauerhafte Temporegeln, systematisches Monitoring und Finanzierungszusagen. Belastbare Aussagen zu Emissions- oder Gesundheitswirkungen lassen sich erst treffen, wenn konkrete Maßnahmenpläne beschlossen sind und Evaluationsdaten vorliegen. Unabhängig davon bietet der autofreie Sonntag in Brüssel einen großflächigen Realtest dafür, wie sich öffentlicher Raum ohne dichten Autoverkehr nutzen lässt – und setzt, im Jubiläumsjahr der Metro, einen symbolträchtigen Schwerpunkt auf umweltfreundliche Alternativen.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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