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Streik im öffentlichen Dienst stört Bahn, Bus und Tram in ganz Belgien

Gewerkschaftsaktionen legen am 12. Oktober weite Teile des belgischen Nah- und Fernverkehrs lahm; SNCB/NMBS, De Lijn und STIB-MIVB fahren nach reduziertem Plan.

In Belgien kommt es am Montag, 12. Oktober 2026, wegen landesweiter Aktionen im öffentlichen Dienst zu deutlichen Störungen im Verkehr. Die sozialistische Gewerkschaft CGSP/ACOD hat zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Als Folge melden die großen Betreiber SNCB/NMBS, De Lijn und STIB-MIVB eingeschränkte Angebote und einzelne Ausfälle.

Die Eisenbahngesellschaft SNCB/NMBS setzt einen Alternativfahrplan um. Nach ihren Angaben fahren am Tag des Ausstands rund sieben von zehn Intercity-Zügen, zahlreiche Verbindungen entfallen oder verkehren seltener. Fahrgäste sollen ihren Zug vorab prüfen, da sich Takte und Halte je nach Linie unterscheiden. Die gesetzliche Mindestdienstregelung im Schienenverkehr findet Anwendung, um ein Grundangebot zu sichern.

Auch der regionale Nahverkehr ist betroffen. De Lijn warnt für Flandern vor „ernsthaften Störungen“ im Bus- und Straßenbahnverkehr; Linien können ausfallen oder seltener fahren. In der Region Brüssel meldet STIB-MIVB Beeinträchtigungen im Metro-, Tram- und Busnetz. Schwerpunkt der Einschränkungen sind Hauptachsen im Berufsverkehr, wodurch Reisezeiten steigen und Umstiege ausfallen können.

Hintergrund der Aktionen sind Konflikte über die Haushaltspläne der föderalen Regierung. Die Gewerkschaften wollen damit vor den anstehenden Budgetentscheidungen Druck aufbauen. Neben dem Verkehr können je nach Gemeinde weitere öffentliche Dienste eingeschränkt sein, darunter Verwaltungsstellen oder kommunale Leistungen. Konkrete Regelungen zu Ausnahmen und Notdiensten liegen in der Zuständigkeit von Föderalstaat, Regionen und Gemeinden; sie fallen regional unterschiedlich aus.

Das bisher bekannte Faktenbild: Der Streikaufruf der CGSP/ACOD und die Betriebsmitteilungen der Unternehmen datieren auf die Tage vor dem 12. Oktober. SNCB/NMBS bestätigt den Alternativfahrplan und die reduzierte Zahl der Intercity-Züge. De Lijn und STIB-MIVB kündigen für Montag spürbare Ausfälle an. Weitere Ausweitungen über den heutigen Tag hinaus sind nicht angekündigt; Prognosen zur Dauer wären spekulativ und hängen von möglichen Verhandlungen zwischen Regierung und Gewerkschaften ab.

Für Pendlerinnen und Pendler gilt: Wer kann, sollte alternative Zeiten oder Routen einplanen. Schulen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben teils interne Hinweise veröffentlicht; deren Geltung variiert je nach Ort. Sobald die Betreiber neue Angaben zum Betriebsstand veröffentlichen, werden die Fahrpläne angepasst.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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