Die Gouverneurin der Provinz Ostflandern, Carina Van Cauter, hat am 24. Oktober 2026 das temporäre Wasserentnahmeverbot in drei ausgewiesenen Zonen aufgehoben. In allen übrigen Zonen gilt das Verbot weiter. Das teilte die Gouverneurskanzlei mit; VRT NWS berichtete am Freitag über die Entscheidung.
Die Lockerung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Trockenheit in Flandern. Die Vlaamse Milieumaatschappij beurteilt die Lage weiterhin als ernst und verweist darauf, dass einzelne Regenereignisse die Defizite bei Abfluss und Grundwasser nicht nachhaltig beheben. Entsprechend bleiben die hydrologischen Risiken in vielen Einzugsgebieten erhöht. Die Gouverneurin betont, dass die Entnahme nur dort wieder zulässig ist, wo dies die aktuellen Messwerte zu Abfluss, Wasserstand und Wasserqualität erlauben.
Auch in Westflandern wurden die Verbote in den vergangenen Wochen örtlich gelockert. Dort kehrten mehrere Einzugsgebiete schrittweise zu einer begrenzten erlaubten Entnahme zurück, während sensible Gewässer weiter geschützt bleiben. Beide Provinzen orientieren sich an zonenscharfen Bewertungen, die ökologische Belastbarkeiten und die Wasserversorgung für verschiedene Nutzergruppen berücksichtigen.
Für Landwirtschaft und kommunale Dienste bedeuten die Teilaufhebungen in Ostflandern kurzfristige Entlastungen, etwa bei der Bewässerung oder bei Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten. An der überregional angespannten Trockenheitssituation ändert sich dadurch jedoch wenig. Die Vlaamse Milieumaatschappij und die Gouverneurskanzlei kündigen fortlaufende Kontrollen an. Sollten ökologische Schwellenwerte unterschritten werden, können Verbote erneut und ohne Übergangsfrist in Kraft treten.
Die Behörden raten Wassernutzern, die jeweils gültigen Regeln ihrer konkreten Entnahmezone vor jeder Nutzung zu prüfen. Maßgeblich sind die amtlichen Bekanntmachungen der Provinzen und die ausgewiesenen Karten mit den geltenden Zonen und Ausnahmen. Die aktuellen Entscheidungen betreffen ausschließlich unbefahrbare Wasserläufe und öffentliche Gräben; für besonders empfindliche Gewässerabschnitte gelten weiterhin strengere Beschränkungen.
Die heutige Maßnahme reiht sich in eine Serie von Trockenheitsinstrumenten ein, die Flandern seit Frühjahr und Sommer 2026 auf Provinzebene aktiviert hat. Ziel ist es, ökologische Schäden zu vermeiden, die Trinkwasserversorgung zu sichern und Nutzungskonflikte zu begrenzen. Prognosen zu weitergehenden Lockerungen gibt es nicht; sie hängen vom Witterungsverlauf und von den Messdaten der kommenden Wochen ab.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).