Gesundheit

Lütticher Klinik MontLégia erhält als erste in Belgien das Label Maternité Saine

Die Geburtshilfe der Clinique CHC MontLégia in Lüttich ist am 9. September 2026 mit dem französischen Label Maternité Saine ausgezeichnet worden – nach Klinikangaben als erste Einrichtung in Belgien.

Die Geburtshilfe der Clinique CHC MontLégia in Lüttich ist am 9. September 2026 mit dem französischen Label Maternité Saine der Organisation Habitat Santé Environnement (HSEN) ausgezeichnet worden. Nach Angaben der Klinik handelt es sich um die erste Vergabe dieses Gütezeichens an eine Einrichtung in Belgien. Der Träger Groupe santé CHC bestätigte die Auszeichnung, regionale Berichte dokumentierten die Übergabe.

Das Label richtet sich an Geburtsstationen, die ihre Abläufe, Produktauswahl und Materialnutzung so verändern, dass Schwangere, Neugeborene und Personal weniger mit endokrinen Disruptoren sowie krebserzeugenden, mutagenen und reproduktionstoxischen Stoffen in Kontakt kommen. Die Lütticher Klinik nennt als praktische Schritte interne Audits, Anpassungen bei Beschaffung und Reinigung, den Austausch phthalathaltiger Materialien, Schulungen für das Personal und Informationsangebote für Eltern. Die Einrichtung betont, die Auszeichnung sei mit einer laufenden Verpflichtung verbunden und kein einmaliger Abschluss.

Der Schritt knüpft an eine seit 2024 laufende Initiative des Pôle mère‑enfant der Clinique CHC MontLégia an, die im Jahresbericht des Groupe santé CHC beschrieben ist. HSEN ist in Frankreich seit Jahren mit Beratungen, Diagnostik und einem Labelansatz für Maternitäten aktiv. Maternité Saine versteht die Organisation als Instrument, um umweltbedingte Gesundheitsrisiken in der frühen Lebensphase systematisch zu verringern.

Zur konkreten Prüfung in Lüttich lagen bis Redaktionsschluss keine vollständigen Auditunterlagen von HSEN vor. Die Klinikmitteilung und regionale Berichterstattung belegen jedoch das Datum der Verleihung und die in der Vorbereitung getroffenen Maßnahmen. Ob die Änderungen bereits zu messbar geringeren Belastungen bei Mutter und Kind führen, bleibt offen und erfordert unabhängige Messungen und Evaluationsstudien. Aussagen über eine baldige Verbreitung des Labels über Lüttich hinaus in Belgien gibt es derzeit nicht.

Mit der Auszeichnung rückt die Frage in den Vordergrund, wie Kliniken in Belgien mit Chemikalienexposition in der Perinatalversorgung umgehen. Während der Ansatz von HSEN auf praktische Reduktion zielt, bleibt die Wirksamkeitsbewertung an harte Daten gebunden. Für die Clinique CHC MontLégia ist das Label zugleich Anerkennung für bereits umgesetzte Veränderungen und ein Rahmen für weitere Schritte, die laut Träger regelmäßig überprüft werden sollen.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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