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Flandern: Mobilitätsdepartement sperrt gehacktes E-Mail-Konto nach Phishing-Versand

Das flämische Departement Mobiliteit en Openbare Werken hat am 16. September 2026 ein kompromittiertes E-Mail-Konto gesperrt, nachdem darüber massenhaft deutschsprachige Phishingmails versandt worden waren.

Das flämische Departement Mobiliteit en Openbare Werken (MOW) hat bestätigt, dass am 16. September 2026 ein dienstliches E-Mail-Konto kompromittiert wurde. Über die Funktionsadresse communication@mow-vlaanderen.be seien in der Folge massenhaft deutschsprachige Phishingmails verschickt worden. Der Vorfall wurde laut Mitteilung auf Vlaanderen.be noch am selben Tag erkannt; das betroffene Konto wurde gesperrt und die Versandfunktion deaktiviert.

Nach Angaben des Departements handelten die internen Techniker gemeinsam mit einem externen Verarbeiter. Neben der Sperre wurde die betrügerische Linkadresse unbrauchbar gemacht. Eine erste Prüfung habe keine Nutzung einer Exportfunktion oder einer Flexmail‑API ergeben. Zugleich könne nicht ausgeschlossen werden, dass während der kompromittierten Sitzung personenbezogene Daten einsehbar waren. Welche Daten betroffen sind und welche Folgen sich daraus ergeben, wird weiter untersucht. Das MOW kündigte an, betroffene Adressaten direkt zu informieren und konkrete Vorsichtsmaßnahmen zu empfehlen.

Der Vorfall wurde der Vlaamse Toezichtscommissie sowie dem Centrum voor Cybersecurity België gemeldet. Die technische Untersuchung laufe in Abstimmung mit den zuständigen Stellen weiter. Diese Meldewege und die forensische Auswertung sind Teil der internen Abläufe, die das Departement für IT‑Sicherheitsvorfälle vorsieht. Bis auf Weiteres rät das MOW, in den fraglichen Nachrichten keine Links anzuklicken und keine Anhänge zu öffnen.

Das MOW verantwortet in Flandern die Bereiche Verkehr, Mobilität und öffentliche Bauwerke und nutzt für Informationen an Fachkreise und Stakeholder automatisierte E‑Mail‑Verteiler. Solche Funktionsadressen schaffen Reichweite und Wiedererkennbarkeit, können im Fall einer Kompromittierung aber als Hebel dienen, um das Vertrauen amtlicher Absender zu missbrauchen. Phishingmails zielen regelmäßig darauf, über täuschend echte Inhalte Schadsoftware zu verbreiten oder Zugangsdaten abzufischen. In diesem Fall ist der unmittelbare technische Schaden nach derzeitiger Kenntnis begrenzt; ob personenbezogene Daten über das kompromittierte Konto kopiert oder exfiltriert wurden, bleibt Gegenstand der laufenden forensischen Auswertung.

Die genannten Schritte – Sperrung des Kontos, Abschalten der Versandfunktion, Neutralisierung der bösartigen Links, Meldung an die Aufsichtsstellen und fortgesetzte Untersuchungen – beruhen auf Angaben des Departements. Über Umfang und mögliche Rechtsfolgen einer Dateneinsicht liegen noch keine abschließenden Feststellungen vor. Das MOW hat weitere Updates angekündigt und verweist bis dahin auf die Hinweise auf Vlaanderen.be.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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