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Brüssel: Hunderte demonstrieren für Klimaschutz und soziale Rechte

In Brüssel haben sich am Sonntag auf dem Place Albertine Hunderte Menschen unter dem Motto „Rise for Convergence“ versammelt. Sie fordern rasche Klimaschutzmaßnahmen und soziale Absicherung; Beiträge kamen von Aktivisten, Gewerkschaftern, Kulturschaffenden und Wissenschaftlern.

In Brüssel haben sich am Sonntag auf dem Place Albertine Hunderte Menschen zu einer Kundgebung für Klimaschutz und soziale Rechte versammelt. Unter dem Motto „Rise for Convergence“ riefen zivilgesellschaftliche Gruppen dazu auf, ökologische, soziale und arbeitsrechtliche Anliegen gemeinsam zu vertreten. Die Veranstaltung begann mit Redebeiträgen, einem Solidaritätschor und musikalischen Beiträgen.

Die Organisatoren – darunter Rise for Climate Belgium, das Künstlerkollektiv Agora des habitants de la Terre sowie Bildungsinitiativen – fordern eine beschleunigte Abkehr von fossilen Energien und eine sozial gerechte Klimapolitik. Angesichts wiederkehrender Hitzewellen betonten Sprecherinnen und Sprecher die Belastungen für Gesundheitssystem, Landwirtschaft und öffentliche Daseinsvorsorge. Sie kritisierten zugleich Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst, die die Anpassungsfähigkeit der Gesellschaft beeinträchtigten.

Der Sänger Getch, einer der Mitinitiatoren, warnte: „Wenn der Kampf fürs Klima tot ist, werden alle anderen es auch sein.“ Die Veranstalter bezeichneten diese Zuspitzung als Appell, gewerkschaftliche, ökologische und soziale Bewegungen enger zu verzahnen. Aus dem Bildungs- und Pflegebereich sowie aus der Landwirtschaft kamen Berichte über konkrete Auswirkungen der Erderwärmung und Forderungen nach sektorübergreifenden politischen Antworten.

Auf dem Programm stand zudem eine Ansprache des Klimawissenschaftlers Jean-Pascal van Ypersele. Er verweist seit Jahren auf die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischem Handeln und fordert verbindliche Übergangspläne, Investitionen in Gebäudesanierung und den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien. Mit Blick auf kommende internationale Treffen skizzierten Rednerinnen und Redner mögliche nächste Schritte der Bewegung, darunter weitere Aktionen in Brüssel.

Die Kundgebung war bei den Behörden angemeldet. Die Veranstalter rechneten im Vorfeld mit mehreren Hundert bis zu einigen Tausend Teilnehmenden. Unmittelbar nach Beginn lagen keine einheitlichen, unabhängigen Schätzungen zur Beteiligung vor; die Polizei veröffentlichte zunächst keine Zahlen.

Beobachter ordnen die Mobilisierung als Teil einer breiteren Rückkehr der Klimaproteste in Belgien ein. Die Initiatoren betonten, die politische Dringlichkeit ergebe sich sowohl aus den jüngsten Wetterextremen als auch aus steigenden Lebenshaltungskosten, die insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen treffen. Forderungen nach Klimaschutz und sozialer Absicherung seien daher zusammengedacht umzusetzen – etwa über gezielte Unterstützung für verwundbare Gruppen, Investitionen in den öffentlichen Verkehr und eine faire Verteilung der Transformationskosten.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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