Nahe Onhaye in der Provinz Namur sind am 24. und 25. August 2026 zwei Leichen gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Namur bestätigte am 26. August, dass es sich um den fünfjährigen Tyméo Brigou und seinen 29 Jahre alten Vater Bryan Brigou handelt. Eine Autopsie ergab bislang keine eindeutige Todesursache; weitergehende toxikologische Analysen sind angeordnet.
Die Ermittlungen beziehen sich auf ein Vermisstenverfahren, das seit dem 27. Juni 2026 läuft. Am 28. Juni war das Auto des Vaters verlassen auf einem Parkplatz nahe eines Sportgeländes bei Onhaye entdeckt worden. Seither suchten Einsatzkräfte der Föderale Polizei, die Cel Vermiste Personen und forensische Spezialisten das Gebiet weiträumig ab. Am 24. August wurde zunächst eine Kinderleiche in einer steilen, dicht bewachsenen Böschung an der N97 gefunden; am 25. August entdeckten Ermittler auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine zweite erwachsene Leiche.
Staatsanwalt Etienne Gaublomme hatte am 25. August von starken Indizien für die Zuordnung gesprochen, zugleich aber betont, dass forensische Bestätigungen abgewartet würden. Einen Tag später teilte die Staatsanwaltschaft Namur mit, die Identitäten seien durch Untersuchungen bestätigt. Angaben zu einem möglichen Fremdverschulden machten die Behörden nicht; sie verweisen darauf, dass erst die vollständigen Laborbefunde belastbare Schlüsse zulassen.
Das Gebiet bleibt vorerst abgesperrt, um weitere Spuren zu sichern. Die Ermittlungen führt eine Untersuchungsrichterin mit Unterstützung spezialisierter Einheiten. Neben der Klärung von Todesursache und Todeszeitpunkt prüfen die Ermittler die letzten gesicherten Bewegungen der Vermissten sowie Funde am Fahrzeug und in der Umgebung. Hinweise aus der Bevölkerung werden dokumentiert und mit digitalen und physischen Spuren abgeglichen.
Die Staatsanwaltschaft kündigte zusätzliche Mitteilungen an, sobald Ergebnisse der toxikologischen und forensischen Analysen vorliegen. Bis dahin bitten die Behörden um Zurückhaltung bei Spekulationen über die Umstände des Falls. Für die Familie der Verstorbenen wird nach Angaben der Ermittler psychosoziale Unterstützung bereitgestellt.
Der Fundort an der N97 liegt in einem unwegsamen, stark bewachsenen Abschnitt; Suchmaßnahmen waren dort wiederholt durch Gelände und Sichtverhältnisse erschwert. Die Ermittler werten derzeit auch Wetter- und Vegetationsdaten der vergangenen Wochen aus, um die Auffindesituation und mögliche Verlagerungen von Spuren besser einzuordnen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).