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Weniger Neuanmeldungen bei Chiro und Scouts in Flandern im fünften Jahr in Folge

Zum Start des neuen Arbeitsjahres melden Chirojeugd Vlaanderen und Scouts en Gidsen Vlaanderen erneut sinkende Neuanmeldungen. Verbände verweisen auf Konkurrenz durch andere Hobbys; Politik berät über Gegenmaßnahmen.

Zum Start des neuen Arbeitsjahres melden Chirojeugd Vlaanderen und Scouts en Gidsen Vlaanderen erneut rückläufige Neuanmeldungen – im fünften Jahr in Folge. Das bestätigten die Verbände laut VRT NWS am 21. August. Beide Organisationen sprechen von einem anhaltenden Trend und stellen ihre Werbe- und Informationsarbeit breiter auf.

Als Ursachen nennen die Verbände vor allem ein stark gewachsenes Angebot an Sportvereinen und anderen Freizeitaktivitäten sowie veränderte Zeitbudgets in Familien. Chiro-Sprecherin Marij Germijns betont, es sei wichtig, kontinuierlich Kampagnen zu führen, um Familien und neue Zielgruppen zu erreichen. Auch Scouts en Gidsen Vlaanderen verweist auf strukturelle Faktoren und legt den Fokus auf niedrigschwellige Einstiege und eine stärkere lokale Verankerung.

Öffentliche Dokumente und Debatten der Jahre 2024 und 2025 belegen den Richtungswechsel nach einer langen Wachstumsphase: In Ausschusssitzungen des Flämischen Parlaments (Vlaams Parlement) wurde 2022 als Wendepunkt benannt. Methodisch unterscheiden die verfügbaren Datensätze zwischen Neuanmeldungen und Gesamtmitgliedschaft; außerdem variieren die Zählpraktiken je Verband. Trotz dieser Unterschiede zeigen die vorliegenden Berichte konsistent eine Abnahme der jährlichen Einstiege in die Bewegungen.

Das Departement Cultuur, Jeugd & Media verweist in seinen Analysen auf regionale Unterschiede innerhalb Flandern: In städtischen Gebieten fällt die Gewinnung neuer Mitglieder teils schwerer, insbesondere bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Zusätzlich spielt die Meldepraxis eine Rolle, weil Wechsel zwischen Gruppen oder kurzfristige Engagements nicht immer gleich erfasst werden. Die Behörden sehen daher Bedarf an besser vergleichbaren Kennzahlen, ohne den Trend grundsätzlich in Zweifel zu ziehen.

Vor Ort berichten Gruppen von Engpässen in der Leitungsarbeit und einer höheren Belastung der aktiven Ehrenamtlichen. Mancherorts wurden Angebote angepasst oder Gruppen punktuell zusammengeführt. Politisch stehen in der Kultur- und Jugendkommission Maßnahmen zur Diskussion, die von gezielter Ansprache unterrepräsentierter Bevölkerungsgruppen über die Förderung von Leitungsfortbildungen bis zu finanziellen Erleichterungen für Familien reichen. Verbände und Verwaltung arbeiten parallel an Kommunikationsinitiativen und Kooperationen mit Schulen und Gemeinden.

Fakt ist: Die rückläufigen Neuanmeldungen sind dokumentiert und Gegenstand einer breiten Debatte in Flandern. Welche Wirkung die laufenden Kampagnen und politischen Maßnahmen entfalten, lässt sich erst mit den nächsten Jahresmeldungen belastbar beurteilen; die Verbände setzen bis dahin auf verstärkte Präsenz und niedrigschwellige Angebote.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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