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Wallonie tritt Freundesgruppe der Internationalen Arbeitsorganisation zur Sozialwirtschaft bei

Die Wallonie ist am 28. August 2026 der bei der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf angesiedelten Freundesgruppe zur Sozial- und Solidarwirtschaft beigetreten.

Brüssel/Genf, 28. August 2026 — Die Wallonie ist der bei der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf angesiedelten Freundesgruppe zur Sozial- und Solidarwirtschaft beigetreten. Die Regionalregierung bestätigte den Schritt am Donnerstag. Er zielt darauf, die wallonische Politik für die Sozialwirtschaft stärker in internationale Debatten und Arbeitsprozesse einzubringen.

Die unter dem Namen Groupe des Amis de l’économie sociale et solidaire firmierende Initiative wurde laut der Internationalen Arbeitsorganisation am 11. Juni 2026 in Genf gestartet. Sie versteht sich als informelles Kooperationsformat, das den Austausch bewährter Verfahren, eine bessere Sichtbarkeit der wirtschaftlichen und sozialen Beiträge der Sozialwirtschaft sowie die Abstimmung mit verwandten multilateralen Prozessen fördern soll. Nach Angaben der Organisation beteiligten sich an der Gründungsveranstaltung Vertreterinnen und Vertreter von rund 30 Regierungen; zu den Initiatoren zählten Brasilien, Kolumbien und Spanien.

Aus wallonischer Sicht knüpft der Beitritt an die bereits ausgebaute Bedeutung der Sozial- und Solidarwirtschaft in der Region an. Die Verwaltung verweist auf Erfahrungen mit regionalen Förderinstrumenten, statistischen Erhebungen und Repräsentationsstrukturen. Durch die Mitarbeit in der Freundesgruppe will die Wallonie diese Expertise einbringen und zugleich politischen Rückhalt für Projekte auf internationaler Ebene erhalten. Konkrete Zusagen zu zusätzlichen Finanzmitteln oder Personal nennt die Mitteilung nicht.

Einzuordnen ist der Schritt in den föderalen Rahmen Belgiens. Die Außenvertretung und völkerrechtliche Verpflichtungen liegen beim Staat Belgien. Als subnationaler Akteur kann die Wallonie in Netzwerken und Arbeitsgruppen wie der Freundesgruppe auftreten, jedoch ohne eigenständige völkerrechtliche Bindungswirkung. Die Teilnahme ermöglicht Beobachtung, fachliche Beiträge und den Austausch mit Regierungen und internationalen Institutionen, ohne Kompetenzen der föderalen Ebene zu berühren.

Kurzfristig ist mit verstärktem Informationsaustausch und der Teilnahme wallonischer Vertreterinnen und Vertreter an einschlägigen Workshops der Internationalen Arbeitsorganisation zu rechnen. Ob die Region eigene Initiativen im Rahmen der Freundesgruppe lanciert oder bilaterale Kooperationsprojekte anstößt, bleibt vorerst offen und hängt von internen Budgetentscheidungen sowie Abstimmungen mit föderalen Behörden ab. Aussagen zu unmittelbaren Wirkungen auf Beschäftigung oder Haushaltsausgaben liegen derzeit nicht vor und wurden von der Regionalregierung auch nicht genannt.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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