Die Wallonie hat zur diesjährigen Semaine de la Mobilité vom 16. bis 22. September 2026 den Startschuss für den Challenge piétons et vélos gegeben. Ziel der Aktion sind 150.000 gemeinsam erfasste Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Der Aufruf richtet sich an Schulen, Verwaltungen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger in allen Gemeinden der Region.
Koordiniert wird die Kampagne vom Service public de Wallonie in Zusammenarbeit mit der Mobilitätszelle AKT for Wallonia. Anmeldungen sind für Einzelpersonen und Teams möglich; gewertet werden alltägliche Wege, etwa der Arbeits- oder Schulweg sowie Erledigungen in der Gemeinde. Die Organisatoren betonen, dass 2026 der Fußverkehr im Fokus steht. Die Teilnahmebedingungen und Fristen sind auf den offiziellen Informationsseiten der Verwaltung hinterlegt.
Die Semaine de la Mobilité ist Teil der Europäischen Woche der Mobilität und wird in Belgien regional organisiert. In der Wallonie dient sie als Instrument, um kurzfristig umweltfreundliche Alltagswege auszuprobieren und sichtbar zu machen. Nach Angaben der Organisatoren wurde im Vorjahr die Marke von 100.000 Kilometern überschritten; an diese Beteiligung soll 2026 angeknüpft werden. Das neue Ziel von 150.000 Kilometern soll die bislang erreichten Effekte verstärken und möglichst viele Einrichtungen zu einer Teilnahme motivieren.
Die Verantwortlichen führen als potenzielle Vorteile geringere Verkehrsbelastung, niedrigere Emissionen und mehr körperliche Aktivität an. Solche Effekte lassen sich nach übereinstimmender Erfahrung jedoch erst über längere Zeiträume und mit ergänzenden Maßnahmen belastbar nachweisen. Konkrete Prognosen zur Verhaltensänderung oder zu Emissionsminderungen legen die Veranstalter nicht vor. Kurzfristig versprechen sie sich vor allem Sichtbarkeit für klimafreundliche Mobilität, eine einfache Beteiligung ohne große Hürden und – für Kommunen und Betriebe – nutzbare Hinweise auf alltägliche Wege, die später in lokale Mobilitätsstrategien einfließen können.
Teilnehmen können wallonische Gemeinden, öffentliche Einrichtungen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen und Privatpersonen. Strecken werden individuell oder in Teams dokumentiert; die Abläufe für Erfassung und Meldung sind standardisiert. Für Betriebe gibt es ergänzende Hinweise, etwa zur internen Kommunikation, zu Meldewegen und zu Abgabefristen. Die Aktion ist bewusst niederschwellig angelegt, um auch Gelegenheitsgehende und -radelnde einzubinden.
Der Aufruf unterstreicht den Ansatz, Mobilitätspolitik nicht allein über Infrastruktur- oder Regulierungsprojekte zu vermitteln, sondern durch zeitlich begrenzte Beteiligungsformate zu ergänzen. Entscheidend für eine nachhaltige Wirkung bleibt, ob aus dem einmaligen Mitmachen regelmäßigere Gewohnheiten werden – und ob Kommunen die aus der Woche gewonnenen Rückmeldungen in ihre Planungen übernehmen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).