Kurzmeldung
Die Vlaamse Milieumaatschappij (VMM) hat am 24. Oktober 2026 die Ergebnisse einer sektorspezifischen Messkampagne zur industriellen Verbrennung von unbehandeltem Holzabfall in Flandern veröffentlicht. Demnach blieben die in den geprüften Anlagen gemessenen Emissionen innerhalb der jeweils geltenden Grenzwerte; auch in der Umgebungsluft wurden keine europäischen oder flämischen Luftqualitätsziele überschritten.
Die Messkampagne führten die Vlaamse Milieumaatschappij und die Afdeling Handhaving des Departement Omgeving gemeinsam durch. Zunächst wurden Emissionsmessungen an den Schornsteinen von rund zehn Betrieben vorgenommen; anschließend überwachte die VMM mehrere Monate die Umgebungsluft an drei ausgewählten Standorten. Die Messreihe lief von Mitte Juni bis Ende Dezember 2025 und erfasste unter anderem Feinstaub und Dioxine. Betriebe, die behandeltes oder imprägniertes Holz verbrennen, waren nicht Teil der Untersuchung und benötigen dafür separate Genehmigungen.
Die Behörde wertet die Resultate als insgesamt beruhigend: In den Stichproben lagen die Emissionen unter den Emissionsgrenzwerten, und die Messungen in der Umgebungsluft zeigten keine systematischen Überschreitungen der Luftqualitätsziele. An einzelnen Messpunkten wurden lokal leicht erhöhte Werte bestimmter Stoffe registriert; die VMM verweist dabei auf mögliche weitere Quellen in der Umgebung, die an solchen Spitzen beteiligt gewesen sein könnten.
Aus den Befunden leitet die Vlaamse Milieumaatschappij derzeit keine neuen sektoralen Auflagen ab. Gleichwohl kündigt sie an, die Überwachung zu vertiefen, Messreihen systematisch auszuwerten und die Zusammenarbeit mit der Afdeling Handhaving fortzusetzen. Betreiber werden aufgefordert, Wartungs- und Prüfintervalle ihrer Filteranlagen lückenlos zu dokumentieren, denn funktionierende Filteranlagen und regelmäßiges Monitoring bleiben zentrale Instrumente, um lokale Belastungsspitzen zu vermeiden.
Hintergrund ist die verbreitete Nutzung von unbehandelten Holzresten als Brennstoff in Industrieanlagen; bei fehlerhaftem Betrieb können dabei Feinstaub, Dioxine und andere Schadstoffe entstehen. Die VMM stellt die Messdaten als Grundlage für die weitere Arbeit am flämischen Politikfeld zu besorgniserregenden Stoffen bereit.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).