Die Polizeizone Regio Turnhout hat am 27. August 2026 zwei Verdächtige festgenommen, die sich als Polizisten ausgaben und hochbetagte Menschen um Geld und Wertsachen brachten. Nach Angaben der Behörde handelt es sich um einen 24-jährigen Mann, der in Untersuchungshaft genommen wurde, und einen 16-Jährigen, der in einer Jugendanstalt untergebracht wurde. Die Festnahmen betreffen Taten, die sich am 20. und 21. August in Turnhout und im benachbarten Kasterlee ereignet haben sollen.
Den Ermittlern zufolge kontaktierten die Täter ihre Opfer telefonisch und warnten fälschlich vor einem unmittelbar drohenden Einbruch. Unter diesem Vorwand forderten sie Bargeld, Bankkarten und Schmuck. In mindestens zwei Fällen kamen Seniorinnen oder Senioren den Aufforderungen nach und übergaben Wertgegenstände. Die Polizeizone Regio Turnhout betonte, die Anrufer seien keine Amtspersonen gewesen, sondern hätten sich lediglich als solche ausgegeben.
Die Beschuldigten wurden anhand der Anzeigen und weiterer Ermittlungsansätze identifiziert. Die strafrechtliche Einordnung der Vorwürfe sowie die nächsten Schritte liegen nun beim zuständigen Strafgericht beziehungsweise beim Jugendgericht. Namen der Verdächtigen, detaillierte Tatumstände oder Angaben zu möglicher weiterer Beute nannten die Behörden nicht. Dies sei mit Blick auf den Stand der Ermittlungen üblich.
Die Polizei veröffentlichte zugleich Präventionshinweise: Echte Polizeibeamte fordern Bürgerinnen und Bürger niemals telefonisch auf, Bargeld, Bankkarten oder Schmuck zu übergeben. Wer einen entsprechenden Anruf erhält, solle auflegen, keine persönlichen Daten preisgeben und den Notruf 101 oder die örtliche Dienststelle kontaktieren. Zudem rät die Polizeizone Regio Turnhout Angehörigen, hochbetagte Menschen im Umfeld über diese Betrugsmasche zu informieren.
Hintergrund ist eine seit Längerem bekannte Vorgehensweise, bei der sich Täter am Telefon als Amtspersonen ausgeben, um insbesondere ältere Menschen zu verunsichern und zu Vermögensübergaben zu bewegen. Aus Sicht der Ermittler sind erhöhte Wachsamkeit und eine rasche Meldung verdächtiger Kontakte entscheidend, um weitere Taten zu verhindern und Tatserien schneller aufzuklären.
Die betroffenen Gemeinden liegen in der Provinz Antwerpen in Flandern. Weitere Auskünfte zur Zahl der Geschädigten oder zur Höhe der Beute machte die Polizeizone Regio Turnhout am Mittwoch nicht. Die Ermittlungen dauern an.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).