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Trockenheit: Supermärkte in Belgien erwarten kleineres Obst und Gemüse

Nach einem trockenen, heißen Sommer rechnen Händler und Erzeuger in Belgien im Herbst mit kleineren Kalibern, schwankender Qualität und punktuell höheren Preisen. Landesweite Engpässe werden nicht erwartet, die Lage ist jedoch regional unterschiedlich.

Nach einem ungewöhnlich trockenen und heißen Sommer rechnen Händler und Erzeuger in Belgien mit sichtbaren Folgen für frisches Obst und Gemüse. Für den Herbst werden kleinere Kaliber, heterogenere Qualität und regional unterschiedliche Verfügbarkeiten erwartet. Branchenberichte und belgische Medien wie RTL Belgien und Euronews verweisen insbesondere auf Kartoffeln, diverse Gemüsearten und Steinobst, deren Erträge und Größen unter Hitzestress und Wassermangel gelitten haben.

Aus dem Lebensmitteleinzelhandel heißt es, man passe Sortierung, Beschaffung und Kommunikation an. Die Handelskette Carrefour kündigte auf Konzernebene einen Notfallplan zur Unterstützung landwirtschaftlicher Lieferketten an; die Gruppe ist auch in Belgien tätig. Colruyt und Delhaize verweisen auf Maßnahmen, um flexible Lieferpläne zu ermöglichen und Lebensmittelverluste zu begrenzen. Konkrete, einheitliche Prozentzahlen zu Ausfällen liegen jedoch nicht vor; die Lage unterscheidet sich je nach Kultur, Region und Zeitpunkt der Ernte.

Erzeugerverbände berichten, dass kleinere Kaliber und empfindlichere Ware häufiger sind und die Haltbarkeit leiden kann. Um Ausschuss zu vermeiden, wollen Händler vermehrt Ware mit optischen Mängeln akzeptieren. Zugleich sind punktuelle Preissteigerungen möglich, weil geringere Volumina und zusätzlicher Sortieraufwand die Kosten erhöhen. Ein landesweiter Versorgungsengpass zeichnet sich nach derzeitigem Stand nicht ab.

In Wallonien prüfen Behörden und Fachgremien die wetterbedingten Ernteschäden. Laut öffentlichen Anhörungen im Parlament der Wallonie und Berichten regionaler Medien laufen Erhebungen zu betroffenen Kulturen. Eine belastbare, flächendeckende Quantifizierung wird erst mit fortschreitender Ernte und amtlichen Auswertungen möglich sein.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher dürfte sich die Lage vor allem in der Produktoptik und in schwankenden Angebotsmengen niederschlagen. Händler bereiten Informationskampagnen vor, um die Annahme kleinerer oder optisch unregelmäßiger Ware zu fördern und so Lebensmittelverluste zu verringern. Wie stark die Effekte ausfallen, hängt weiter vom Wetterverlauf, von der Bewässerungssituation und von vertraglichen Beziehungen zwischen Erzeugern und Handel ab.

Belgien steuert nach der Trockenheit nicht in einen allgemeinen Mangel an Obst und Gemüse, wohl aber in eine Phase mit mehr Variabilität bei Größe, Qualität und Preisen. Präzise amtliche Zahlen zu Erträgen und Schäden stehen noch aus und werden in den kommenden Wochen erwartet.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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