Kurzmeldung
Die Tigermücke (Aedes albopictus) wird in Belgien zunehmend häufiger nachgewiesen. Wissenschaftlerinnen und Behörden berichten, dass die Art seit Beginn systematischer Meldungen 2022 in immer mehr Gemeinden auftaucht; Meldungen und Feldkontrollen bestätigten, dass die Art 2025 in zehn Gemeinden nachgewiesen worden ist und seit 2022 insgesamt in 40 Gemeinden beobachtet wurde. Die Angaben stammen von Sciensano und dem Institut für Tropenmedizin, die gemeinsam das MEMO+-Überwachungsprogramm betreiben.
Die Behörden betonen, dass die Tigermücke tagsüber aktiv ist und durch ihr stechendes Verhalten als Belästigung auffällt. Epidemiologisch relevant ist ihre Fähigkeit, Viren wie Dengue, Chikungunya und Zika zu übertragen, wenn infizierte Reisende die Viren einschleppen. Derzeit bewerten Sciensano und das Institut für Tropenmedizin das Risiko einer lokalen Übertragung in Belgien weiterhin als gering, sehen aber eine steigende Wahrscheinlichkeit für lokale Etablierung in einzelnen Gemeinden.
Zum besseren Monitoring rufen die Institutionen die Bevölkerung zur aktiven Teilnahme auf: Sichtungen sollen über die Citizen‑Science‑Plattform MuggenSurveillance.be gemeldet oder per App mit Foto übermittelt werden. Solche Meldungen ermöglichen gezielte Feldinspektionen und gegebenenfalls lokale Bekämpfungsmaßnahmen. In Brüssel wurde die Tigermücke nach Angaben der Stadtverwaltung 2024 erstmals in der Stadt selbst bestätigt; regionale Stellen arbeiten zudem zusammen, um Präventionskampagnen zu stärken.
Präventive Maßnahmen für Haushalte sind einfach: Regelmäßig stehendes Wasser in Blumentöpfen, Regenfässern, Gießkannen oder Vogeltränken entfernen, Wasserschalen austauschen und Gefäße abdecken. Behörden bitten Reisende, nach Aufenthalten in tropischen Regionen auf Krankheitszeichen zu achten und beim Auftreten von Fieber ärztlichen Rat einzuholen.
Die Verbreitung der Tigermücke in Belgien erfordert verstärkte Überwachung und Mitwirkung der Bevölkerung. Meldungen über MuggenSurveillance.be und einfache häusliche Maßnahmen sind aktuell die effektivsten Mittel, um eine weitere Etablierung zu verlangsamen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).