Politik

Theo Francken: Debatte über bei Euroclear blockierte russische Gelder in Belgien ist «geschlossen»

N-VA-Politiker Theo Francken sagte in der Sendung Terzake (28. August 2026), Belgien werde die bei Euroclear in Brüssel blockierten russischen Vermögenswerte nicht zur Substanzverwendung freigeben; diskutiert werde allenfalls die Nutzung laufender Erträge.

Kurzmeldung

Der N‑VA-Politiker Theo Francken erklärte am 28. August 2026 in der Fernsehsendung Terzake, die Debatte über eine direkte Verwertung der bei Euroclear in Brüssel blockierten russischen Vermögenswerte sei „geschlossen“. Francken sprach sich demnach gegen eine nationale Wiedereröffnung der Frage aus, ob Belgien auf die Hauptsummen dieser Guthaben zugreifen dürfe.

Hintergrund sind bei Sanktionen eingefrorene Vermögenswerte russischer Herkunft, die von Euroclear als Verwahrstelle in Brüssel verwahrt werden. In Belgien und auf europäischer Ebene wurden in den vergangenen Monaten Modelle diskutiert, die entweder aus den Guthaben erzielte Zins- und Abwicklungserträge oder — deutlich kontroverser — die Substanz der Vermögen zur Finanzierung der Ukraine heranziehen. Rechtsexperten warnen vor rechtlichen Risiken, darunter Entschädigungsforderungen und Gegenmaßnahmen sowie mangelnder Rechtsgrundlage für eine einseitige nationale Verwertung.

Belgien hat sich nach bisherigen öffentlichen Äußerungen für Ansätze ausgesprochen, die vor allem Erträge adressieren und auf europäischer Koordination sowie gemeinsamen Garantien beruhen. Franckens Aussage in Terzake steht im Einklang mit dieser vorsichtigen Linie: Er setzte sich gegen national isolierte Schritte ein und betonte die Notwendigkeit rechtssicherer, gemeinschaftlicher Lösungen.

Innerhalb der belgischen Politik gibt es jedoch unterschiedliche Akzente. Befürworter einer stärkeren Nutzung sehen darin eine Möglichkeit, die ukrainische Unterstützung zu beschleunigen; Gegner verweisen auf Eigentumsschutz und die Gefahr, Präzedenzfälle zu schaffen. In Brüssel werden entsprechende Vorschläge und mögliche Mechanismen weiterhin auf EU‑Ebene verhandelt.

Die Einordnung im Artikel beruht auf dem Sendungszitat Franckens und auf bereits öffentlich dokumentierten parlamentarischen Debatten und EU‑Diskussionen über den Umgang mit eingefrorenen Vermögenswerten. Aussagen in diesem Text sind als politische Positionen und parlamentarische Kontexte gekennzeichnet; rechtliche Bewertungen und endgültige Entscheidungen stehen noch aus.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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