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Terneuzener Schleusen laufen wieder normal – Tiefgang im Kanal Gent–Terneuzen bleibt begrenzt

Die Staus an den Noordzeesluizen in Terneuzen sind seit 3. September 2026 vorbei. Schiffe fahren wieder regulär zwischen Gent und der Westerschelde, doch eine Tiefgangsbeschränkung gilt weiterhin.

Die anhaltenden Staus an den Noordzeesluizen in Terneuzen sind aufgehoben. Nach Angaben von Rijkswaterstaat und North Sea Port läuft der Schleusenbetrieb seit dem 3. September 2026 wieder regulär. Damit können Schiffe auf dem Kanal Gent–Terneuzen wieder zügiger zwischen Gent und der Westerschelde verkehren. Zuvor hatten wegen der Trockenheit zeitweise Sammelschleusungen und Wartezeiten gegolten, um Süßwasserverluste zu begrenzen.

Unverändert gilt jedoch eine Tiefgangsbeschränkung. Die nautischen Behörden begründen sie mit dem Schutz des Wasserstands im Kanal und der Steuerung des Süßwassereintrags in die Westerschelde. Der reduzierte maximal zulässige Tiefgang soll sicherstellen, dass der Verkehr fortgeführt werden kann, ohne das empfindliche Gleichgewicht zwischen Salz- und Süßwasser zu stören. Welche Werte jeweils zulässig sind, legen die Gemeenschappelijke Nautische Autoriteit und die zuständigen Hafenbehörden fest; sie passen die Vorgaben laufend an Pegel- und Salzgehaltsdaten an.

Die Normalisierung des Betriebs entlastet kurzfristig die Hafenwirtschaft in Gent und den Güterverkehr im gesamten North Sea Port. Reeder, Terminals und Binnenschiffer profitieren von deutlich gesunkenen Wartezeiten. Gleichwohl bleibt die Lage fragil. Die Vlaamse Milieumaatschappij und De Vlaamse Waterweg verweisen auf anhaltend niedrige Zuflüsse und die Möglichkeit, dass bei veränderten hydrologischen Bedingungen erneut Einschränkungen nötig werden könnten.

Technisch bleibt der Schleusenkomplex in Terneuzen mit mehreren Bauwerken in Betrieb. Die neue, große Seeschleuse erhöht die Leistungsfähigkeit, kann die aus wasserwirtschaftlichen Gründen auferlegte Tiefgangsbeschränkung aber nicht ersetzen. Behörden betonen, dass die Steuerung des Verkehrs am gesamten Kanal Gent–Terneuzen weiterhin eng mit Wasserstand, Salzgehalt und Tagesgang von Ebbe und Flut verzahnt bleibt – und damit mit der Trockenheitssituation in Flandern und Zeeland.

Für Verlader und Logistikdienstleister bedeutet dies: Die kurzfristige Entspannung bei den Durchlaufzeiten schafft Spielraum in den Abläufen, die Planung bleibt jedoch störanfällig. Unternehmen sollten die aktuellen Bekanntmachungen der nautischen Dienste verfolgen, insbesondere zu zulässigem Tiefgang und möglichen temporären Anpassungen der Schleusentakte. Behörden in Belgien und den Niederlanden kündigen an, die Lage fortlaufend zu überwachen und Maßnahmen behutsam zurückzunehmen oder bei Bedarf wieder zu verschärfen.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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