Kurzmeldung
Die Brüsseler Feuerwehr berichtete am Sonntag, den 25. Oktober 2026, über insgesamt 64 Einsätze im Zusammenhang mit dem Sturmtief Boelo. Die Einsätze hätten sich nach Angaben der Leitstelle auf den Zeitraum zwischen Samstag, 18:00 Uhr, und dem Sonntagmorgen konzentriert. Als häufige Einsatzgründe wurden überflutete Keller, gebrochene oder umgestürzte Äste sowie durch Wind abgerissene Objekte genannt. Nach Aufstellung der Einsatzstatistik entfielen demnach 39 Einsätze auf Überschwemmungen, 13 auf Bruch von Ästen oder umgestürzte Bäume und 12 auf lose oder weggewehte Gegenstände. Einen flächendeckenden Katastrophenstatus riefen die Behörden für die Brüsseler Hauptstadtregion nicht aus.
Betroffen ist auch der öffentliche Nahverkehr: Die Verkehrsgesellschaft Société des Transports Intercommunaux de Bruxelles (STIB) hat den Abschnitt der Tramlinie 44 zwischen Montgomery und Tervuren Station weiterhin außer Betrieb genommen. Als unmittelbare Ursache nennt die STIB beschädigte Oberleitungen auf dem Außenast der Linie; deshalb verkehren auf dem betroffenen Abschnitt ersatzweise T-Busse. Die Maßnahme ergänzt bereits laufende Bau- und Anpassungsarbeiten an der Tervurenlaan, die in den vergangenen Wochen teilweise zu Streckenersatz geführt hatten.
Technische Prüfungen an Masten, Fahrleitungen und Fahrzeugen sowie Sicherungs- und Freischnittarbeiten sind nach STIB-Angaben Voraussetzung, bevor der elektrische Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Ein konkreter Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des regulären Tramverkehrs wurde zunächst nicht genannt; die Gesellschaft kündigte fortlaufende Informationen für Fahrgäste an.
Die Behörden riefen die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht in Parks, an Straßen mit großen Bäumen sowie auf Balkonen und Terrassen auf und empfahlen, lose Gegenstände zu sichern. Die Feuerwehr betonte, dass auch nach dem Durchzug starker Winde weiterhin Gefahren durch nachgebende Äste oder überschwemmte Bereiche bestehen. Fahrgäste der Tram 44 werden gebeten, vor Fahrantritt die aktuellen Verkehrsmeldungen der STIB zu prüfen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).