Ein Streik beim Bodenabfertiger Alyzia hat am Freitag, 9. Oktober 2026, den Betrieb am Brussels Airport in Zaventem deutlich beeinträchtigt. Die Betreibergesellschaft bestätigte Arbeitsniederlegungen von Teilen der Alyzia-Belegschaft und sprach zugleich von einer weiterhin laufenden Abfertigung für mehr als die Hälfte der von Alyzia betreuten Verbindungen. Mehrere Medien meldeten übereinstimmend, dass insgesamt rund 140 An- und Abflüge gestrichen wurden.
Brussels Airlines sagte nach eigenen Angaben etwa 40 Flüge ab. Welche Verbindungen konkret betroffen waren, hing vom jeweils zuständigen Abfertiger ab. Nach derzeitigem Stand liefen von anderen Dienstleistern betreute Flüge, darunter von Aviapartner, weitgehend planmäßig. Der Flughafen verwies darauf, dass sein öffentliches Fluginformationssystem Streichungen erst dann anzeigt, wenn die Fluggesellschaften die Änderungen offiziell hinterlegt haben.
Der Ausstand fiel in eine landesweite gewerkschaftliche Protestlage, die sich am Freitag vor allem in Brüssel bündelte. Als unmittelbarer Auslöser am Airport galt die Teilnahme von Teilen der Alyzia-Belegschaft an der Demonstration in der Hauptstadt. Die Betreiber rieten Passagieren, den Status ihrer Flüge vor der Anreise zu prüfen und nur mit bestätigter Umbuchung zum Terminal zu kommen. Airlines boten Umbuchungen und Erstattungen nach den jeweils geltenden Beförderungsbedingungen an.
Auch der öffentliche Nahverkehr in Brüssel war am Freitag eingeschränkt: Die Verkehrsbetriebe MIVB/STIB warnten vor erheblichen Störungen bei Metro, Tram und Bus. Reiseketten zum und vom Airport konnten dadurch zusätzlich beeinträchtigt sein.
Die rechtliche Einordnung von Entschädigungen richtet sich nach den vertraglichen Regeln der Fluggesellschaften und der EU-Verordnung zu Fluggastrechten. Ob der Arbeitskampf als außergewöhnlicher Umstand gilt, hängt vom Einzelfall ab und beeinflusst mögliche Ausgleichszahlungen. Wirtschaftlich schlagen für Airport, Airlines und Dienstleister vor allem zusätzliche Koordinations- und Personalkosten zu Buche. Für die Passagiere ist die Lage vor allem eine Frage verlässlicher Information: Entscheidend bleibt, ob Flugänderungen frühzeitig bestätigt werden und Alternativen verfügbar sind.
Kern der Lage bleibt damit klar umrissen: Am 9. Oktober 2026 führten Arbeitsniederlegungen beim Dienstleister Alyzia am Brussels Airport zu zahlreichen Ausfällen; Brussels Airlines strich etwa 40 Verbindungen, insgesamt wurden nach Medienangaben rund 140 Flüge annulliert. Der Flughafen bestätigte die Störungen und verwies auf laufende Abfertigung eines Großteils der von Alyzia betreuten Flüge.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).