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Staatsanwaltschaft Brüssel warnt nach Serie von Schüssen und Explosionen

Nach mehreren Gewalttaten binnen weniger Tage sieht die Staatsanwaltschaft Brüssel eine Zuspitzung rivalisierender Drogenkriminalität und fordert mehr Ressourcen sowie engere internationale Zusammenarbeit.

Die Staatsanwaltschaft Brüssel hat am 28. August 2026 vor einer Zuspitzung der bandenbezogenen Gewalt in der Hauptstadt gewarnt. Nach einer Serie von Schüssen und Explosionen binnen weniger Tage sprach der Brüsseler Staatsanwalt Tim De Wolf von einer erhöhten Gefahr für Unbeteiligte und Einsatzkräfte. Nach Darstellung der Ermittler stehen die Taten überwiegend im Zusammenhang mit Rivalitäten im Drogenhandel, die in mehreren Stadtteilen ausgetragen werden.

Behördenvertreter betonten, es handle sich nicht um isolierte Einzelfälle, sondern um organisierte Auseinandersetzungen mit territorialen Ansprüchen. Die Spuren führten in Teilen über Belgien hinaus zu internationalen Netzwerken. Aus Sicht der Ermittler sind daher zusätzlich zu lokalen Maßnahmen mehr Ressourcen für die föderale gerichtliche Polizei und eine engere internationale Kooperation erforderlich, um Hintermänner zu identifizieren und Lieferketten zu stören.

Als unmittelbare Reaktion wurden in den betroffenen Vierteln in den vergangenen Tagen verstärkte Kontrollen durchgeführt. Die Föderale Polizei koordinierte Einsätze mit lokalen Polizeizonen. Aus der Polizeizone Midi wurde am 26. August die Festnahme von fünf Personen auf dem Bethléemplatz in Saint-Gilles sowie die Sicherstellung einer Schusswaffe gemeldet. Weitere Ermittlungsdetails nannten die Behörden aus taktischen Gründen nicht, verwiesen aber auf laufende Verfahren.

Innenministerin Annelies Verlinden hatte bereits am 23. August auf die strukturelle Dimension des Problems hingewiesen. Neben repressiven Maßnahmen forderte sie eine langfristige Strategie gegen organisierte Kriminalität, die Prävention, Sozialarbeit und Finanzermittlungen einbezieht. Die Staatsanwaltschaft Brüssel unterstrich, reine Repression reiche nicht aus; notwendig seien parallel laufende Maßnahmen, um Rekrutierung, Geldflüsse und die logistische Basis der Netzwerke zu schwächen.

Die Belastung für Anwohnende und Gewerbe in betroffenen Straßenzügen ist nach Angaben der Behörden spürbar gestiegen. Die Ermittler weisen darauf hin, dass bei Schüssen im öffentlichen Raum auch Unbeteiligte gefährdet sind. Ob die jüngst angeordneten Schwerpunktkontrollen und die verstärkte Koordinierung kurzfristig eine Trendumkehr bewirken, ist offen. Für nachhaltige Erfolge sehen Justiz und Polizei zusätzlichen Personalbedarf, spezialisierte Analyseeinheiten und einen systematischen Informationsaustausch mit Partnerdiensten im In- und Ausland als zentral an.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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