Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson hat am 16. Oktober 2026 in Brüssel der Opfer des Terroranschlags vom 16. Oktober 2023 gedacht. An der Place Sainctelette wurden Kränze niedergelegt, Vertreter beider Länder hielten kurze Ansprachen. Die Zeremonie fand am Tatort statt, an dem vor drei Jahren zwei schwedische Staatsbürger erschossen worden waren. Ein dritter Schwede wurde schwer verletzt; der Taxifahrer, auf dessen Wagen der Täter feuerte, überlebte mit Verletzungen.
Die belgischen und schwedischen Behörden bewerten die Tat übereinstimmend als terroristischen Anschlag. Der Angreifer, Abdesalem Lassoued, ein 45-jähriger Tunesier, filmte Teile seiner Tat und floh. Er wurde am Morgen des 17. Oktober 2023 von der Polizei in Brüssel gestellt und starb kurz darauf an Schussverletzungen. Die Schüsse fielen wenige Stunden vor einem Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Schweden in Brüssel; das Spiel wurde abgebrochen, die Sicherheitsstufen in der Hauptstadtregion vorübergehend erhöht.
Bei der Gedenkfeier betonte die schwedische Seite die Anteilnahme mit den Hinterbliebenen und verwies auf die fortdauernde Zusammenarbeit mit Belgien in Sicherheitsfragen. Belgische Vertreter hoben die Arbeit der Ermittlungs- und Justizbehörden hervor. Das Verfahren zum Anschlag liegt bei der Brüsseler Justiz; Ermittlungen zu möglichen Unterstützern und zur behördlichen Vorgeschichte des Täters dauern an. Neue Ermittlungsergebnisse wurden im Rahmen der Zeremonie nicht bekanntgegeben.
Der Fall hat in beiden Ländern politische Debatten über Ausweisungen, Informationsaustausch und Sicherheitsprüfungen ausgelöst. In Belgien wurde die Koordination zwischen Ausländerbehörden, Polizei und Justiz kritisch aufgearbeitet; in Schweden verwies die Regierung auf die besondere Betroffenheit schwedischer Bürger im Ausland und auf die Notwendigkeit engerer internationaler Zusammenarbeit. Auf europäischer Ebene steht der Austausch sicherheitsrelevanter Daten weiterhin auf der Agenda; konkrete Gesetzesänderungen wurden mit Blick auf den Jahrestag nicht neu angekündigt, bestehende Projekte der Europäische Union zur Terrorismusbekämpfung und Migration bleiben der Referenzrahmen.
Mit der Kranzniederlegung in Brüssel senden Schweden und Belgien ein Signal gemeinsamen Gedenkens und der weiteren Kooperation. Angehörige der Opfer und Vertreter beider Staaten nahmen teil; die Ruhe der schlichten Zeremonie stand im Kontrast zu der Schockwelle, die die Tat 2023 auslöste. Der Ort an der Place Sainctelette bleibt damit ein Fixpunkt des Erinnerns an den Anschlag und an die beiden in Brüssel getöteten Schweden.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).