Kurzmeldung
Die Zahl der Studierenden, die in Belgien das Sozialstatus‑Modell „student‑indépendant“ nutzen, hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach einer Analyse der Unternehmerorganisation UNIZO auf Basis der RSVZ‑Daten zählte das Land 9.155 student‑zelfstandigen zum Stichtag der Untersuchung; das sind rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. UNIZO weist zugleich darauf hin, dass seit Einführung des Status 2017 insgesamt ein deutliches Wachstum zu verzeichnen ist und Männer derzeit überproportional vertreten sind: etwa zwei Drittel der Betroffenen sind männlich, die Zunahme bei jungen Frauen bleibt hinter der bei Männern zurück.
Die regionalen Verteilungen zeigen Schwerpunkte in Brüssel und in den französischsprachigen Landesteilen; Flandern weist vergleichsweise weniger Zuwachs aus. UNIZO begründet die Entwicklung mit einer wachsenden Neigung zu unternehmerischen Tätigkeiten während des Studiums sowie mit politischen Anpassungen, die das Statut attraktiver machen sollen (unter anderem die geplante Lockerung der Altersgrenze ab dem Studienjahr 2026/2027).
Der Status student‑indépendant erlaubt eingeschriebenen Studierenden, neben dem Studium einer selbstständigen Tätigkeit nachzugehen und dabei besondere sozialversicherungsrechtliche Regeln zu nutzen: Unterhalb bestimmter Einkommensschwellen fallen reduzierte oder keine Sozialbeiträge an; oberhalb gelten reguläre Beitragssätze. Zuständig für Auslegung und Kontrolle ist das Rijksinstituut voor de Sociale Verzekeringen der Zelfstandigen (RSVZ/INASTI); rechtliche Rahmeninformationen veröffentlicht ferner der FÖD Soziale Sicherheit.
Wichtig ist, dass es sich bei den genannten 9.155 Fällen um eine Verbandsauswertung auf Basis von RSVZ‑Daten handelt; endgültige, amtliche Detailreihen für das Jahr 2026 müssen noch in vollständiger Form durch die zuständigen Behörden veröffentlicht werden. Bis dahin bietet die UNIZO‑Analyse den belastbaren Hinweis auf eine landesweit sichtbare Zunahme studentischer Selbstständigkeit mit regionalen Schwerpunkten in Brüssel und den französischsprachigen Regionen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).