Kurzmeldung
Namur — Der Gouverneur der Provinz Namur, Denis Mathen, hat am 18. August 2026 die Polizeiverordnung «Sécheresse et risques d'incendie» erneut verlängert. Die Maßnahmen, die ursprünglich mit dem Arrêté vom 9. Juli 2026 eingeführt wurden, bleiben in ihrer Gesamtheit bestehen und gelten nun bis einschließlich 1. September 2026. Als Begründung nennt die Gouverneurskanzlei weiterhin einen hohen Trockenheitsgrad des Bodens und der Vegetation sowie ein anhaltend erhöhtes Risiko von Flächen- und Waldbränden, trotz zuletzt gefallener Niederschläge und milderer Temperaturen.
Die Entscheidung folgte auf Auswertungen der zuständigen Expertengremien, darunter die regionale Cellule Sécheresse und Gutachten externer Dienste wie dem belgischen Wetterdienst. In ihrer Mitteilung verweist die Gouverneurskanzlei auf die Einschätzungen der Einsatz- und Rettungsdienste sowie der drei zonalen Hilfeleistungen in der Provinz, die übereinstimmend eine Fortführung der Präventionsmaßnahmen empfahlen. Betroffene Gebiete sind die gesamte Provinz Namur; die Verordnung enthält allgemeine Verbote und Vorsichtsregeln, die insbesondere das Entzünden von Feuer in offenen Landschaften und Wäldern untersagen sowie bestimmte landwirtschaftliche und freizeitbezogene Tätigkeiten einschränken können.
Kommunen und lokale Polizeizonen wurden aufgefordert, die Bevölkerung zu informieren und die Einhaltung der Maßnahmen zu überwachen. Die Gouverneursverfügung nennt keine generelle Ausgangssperre, wohl aber Buß- und Sanktionsmöglichkeiten für vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten, das zu Bränden führen kann. Mehrere Gemeinden der Provinz haben die zentrale Mitteilung aufgegriffen und ihre lokalen Hinweise und praktischen Empfehlungen aktualisiert.
Leserinnen und Leser sollten die lokalen Mitteilungen ihrer Gemeinde beziehungsweise der zuständigen Polizeizone beachten und beim Verlassen von Fahrzeugen, beim Rauchen im Freien oder beim Einsatz von Maschinen in der Natur erhöhte Vorsicht walten lassen. Die Gouverneurskanzlei kündigt an, die Lage weiter zu beobachten und die Maßnahmen an die Entwicklung der meteorologischen und hydrologischen Indikatoren anzupassen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).