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Polizei verschärft landesweit Kontrollen gegen Handynutzung auf Rad und E‑Scooter

Am 8. und 9. Oktober 2026 kontrolliert die Polizei in Belgien verstärkt Ablenkung im Verkehr. Wer auf dem Rad oder E‑Scooter am Handy ist, riskiert 202 Euro Bußgeld.

Die belgische Polizei führt am 8. und 9. Oktober 2026 landesweit Schwerpunktkontrollen gegen Ablenkung im Straßenverkehr durch. Erfasst werden nicht nur Autofahrten, sondern ausdrücklich auch Fahrten mit dem Fahrrad und E‑Scooter. Nach Polizeiangaben steht die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt im Fokus. Wird Handynutzung festgestellt, droht ein Bußgeld von 202 Euro.

Anlass der Aktion ist eine neue Befragung von Baloise und dem Vias institute unter 1.542 Personen in Belgien. Demnach gibt etwa jeder zehnte Radfahrer an, während der Fahrt Nachrichten auf dem Mobiltelefon zu lesen. Unter regelmäßigen Nutzenden von E‑Scootern liegt dieser Anteil bei rund einem Fünftel. Die Studie verweist zugleich auf ein erhöhtes Unfallrisiko durch visuelle und kognitive Ablenkung.

Die Polizei begründet die zweitägige Kontrolle mit Prävention und einer sichtbaren Durchsetzung der Regeln. Vias und Baloise verweisen darauf, dass viele Verkehrsteilnehmende die Wahrscheinlichkeit einer Kontrolle zwar als hoch einschätzen, tatsächlich aber nur wenige sanktioniert werden. Diese Lücke zwischen Wahrnehmung und Ahndung soll die Schwerpunktaktion adressieren. Zahlen zu bisherigen Kontrollergebnissen lagen zum Start der Aktion nicht vor.

Rechtlich gilt in Belgien: Wer während der Fahrt ein Mobiltelefon oder ein ähnliches Gerät in der Hand hält oder aktiv benutzt, verstößt gegen die Verkehrsregeln – auch auf dem Fahrrad und E‑Scooter. Ausgenommen ist der Betrieb über eine feste Halterung, sofern die Bedienung nicht vom Verkehr ablenkt. Das Bußgeld beträgt 202 Euro.

Die Organisatoren der Befragung berichten darüber hinaus von deutlichen Unterschieden zwischen den Gruppen: E‑Scooter‑Nutzende geben häufiger an, in Situationen geraten zu sein, die sie selbst mit Ablenkung durch das Handy in Verbindung bringen. Konkrete Unfallzahlen nennt die Zusammenfassung nicht; methodisch handelt es sich um Selbstauskünfte, die Hinweise auf Verhaltensmuster liefern, aber keine amtliche Statistik ersetzen.

Kurzfristig dürften die Kontrollen die Sichtbarkeit des Themas erhöhen und zu mehr Regelbefolgung führen. Ob sich dadurch die Verkehrssicherheit messbar verbessert, hängt nach Einschätzung von Fachleuten auch von begleitender Aufklärung ab – etwa zu sicheren Halterungen und einer klaren Trennung von Fahren und Kommunikation.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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