Westflandern

Polizei rettet Achtjährigen aus der Nordsee bei Bredene

Beamte der Polizeizone Bredene/De Haan zogen am Sonntagabend einen achtjährigen Jungen bei Bredene aus der Nordsee. Er blieb unverletzt und wurde seinen Eltern übergeben.

Am Sonntagabend haben Beamte der Polizeizone Bredene/De Haan einen achtjährigen Jungen bei Bredene aus der Nordsee gerettet. Nach Polizeiangaben bemerkte eine Streife das Kind gegen 21.15 Uhr an der Strandpromenade in der Nähe einer Strandbar. Kurz darauf ging der Junge ins Wasser. Die eingesetzten Polizisten liefen unverzüglich ins Meer, brachten das Kind an Land und übergaben es an den Rettungsdienst. Der Achtjährige wurde vor Ort medizinisch untersucht und zeigte keine Verletzungen. Anschließend wurde er seinen Eltern übergeben.

Zuvor war der Junge in Bredene unbemerkt aus dem Elternhaus weggelaufen. Die Polizei leitete eine Suche ein und traf das Kind allein am Strand an. Warum er ins Wasser ging, ist bislang nicht bekannt. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nach Angaben der Einsatzkräfte nicht vor.

Der Vorfall ereignete sich außerhalb der bewachten Badezeiten. Entlang der belgischen Küste sind die Strände in der Sommersaison tagsüber durch Rettungsschwimmer abgesichert, abends jedoch nicht. Die Polizei weist regelmäßig darauf hin, Kinder am Strand eng zu begleiten und außerhalb bewachter Zonen sowie in der Dämmerung oder Dunkelheit nicht ins Meer zu gehen. Strömungen und Wellen können insbesondere für Kinder binnen Sekunden gefährlich werden.

Bredene und De Haan liegen an der Küste der Provinz Westflandern. Die gemeinsame Polizeizone betreut beide Gemeinden und koordiniert in der Urlaubssaison eng mit den örtlichen Rettungsdiensten. In dem aktuellen Fall reichten die wenigen Minuten zwischen Betreten des Wassers und dem Eingreifen der Streife, um eine Eskalation zu verhindern. Eine weitergehende Rettungskette musste nicht ausgelöst werden.

Die Polizei prüft im Nachgang die genauen Umstände des Weglaufens. Für die Erziehungsberechtigten ergeben sich laut Polizeiangaben keine strafrechtlichen Konsequenzen. Die Behörden nutzen vergleichbare Vorfälle regelmäßig, um an einfache Vorsichtsmaßnahmen zu erinnern: Kinder am Strand nie unbeaufsichtigt lassen, Treffpunkte vereinbaren, auffällige Kleidung wählen und bei vermissten Personen umgehend die Notrufnummer 112 wählen. Für das laufende Sommerende rechnen die lokalen Dienste weiterhin mit vielen Tagesgästen; entsprechend bleiben Prävention und schnelle Reaktionszeiten an der belgischen Küste Schwerpunkt der Einsatzplanung.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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