Vor der Kirche Heilig Hart van Jezus in der Lange Beeldekensstraat in Antwerpen ist am Freitagmorgen ein Benzinkanister mit daran befestigten Feuerwerkskörpern entdeckt worden. Die Polizei wurde gegen 8 Uhr alarmiert, sperrte den Bereich zwischen dem De Coninckplein und der Kirche zeitweise ab und sicherte den Gegenstand. Verletzte oder Sachschäden wurden nicht gemeldet.
Laut Polizeiangaben befand sich in dem Kanister eine brennbare Flüssigkeit, bei der es sich nach erster Einschätzung um Benzin handelt. Spezialisten für Sprengstoff und die forensische Spurensicherung untersuchten und stellten den Gegenstand sicher. Konkrete Untersuchungsergebnisse zu Inhalt, Zündvorrichtung oder Gefährlichkeit lagen zunächst nicht vor. Die Spurenteams dokumentierten den Fundort, gewährleisteten den Eigenschutz der Einsatzkräfte und nahmen Materialproben, deren Auswertung andauert.
Im Verlauf des Vormittags nahm die Polizei Antwerpen eine Person fest. Mehrere Berichte nennen einen 23-jährigen Mann. Seine mögliche Beteiligung an dem Vorfall wird ermittelt; Angaben zu einem Motiv machten die Behörden bislang nicht. Auch ein terroristischer Hintergrund wurde nicht bestätigt. Nach belgischem Verfahren prüft die Staatsanwaltschaft auf Grundlage der ersten Ermittlungsergebnisse das weitere Vorgehen; dazu zählen in der Regel die Sichtung von Videoaufnahmen aus der Umgebung, Zeugenbefragungen sowie eine technische Bewertung der aufgefundenen Gegenstände.
Die Kirche Heilig Hart van Jezus wird in der Nachbarschaft unter anderem von der belarussischen griechisch-katholischen Kirche für Zusammenkünfte genutzt. Nach Angaben aus dem Einsatzgeschehen fanden zum Zeitpunkt des Fundes keine Gottesdienste statt. Die Polizei ordnete den Einsatz als Vorsichtsmaßnahme ein, um die Lage zu sichern und Spuren zu sichern. Die temporären Sperrungen sollten Personenverkehr von der Fundstelle fernhalten, bis der Bereich freigegeben werden konnte.
Einsätze dieser Art werden in Belgien regelmäßig von der lokalen Polizei in Zusammenarbeit mit föderalen Fachkräften durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft wurde früh eingebunden und koordiniert die weiteren Schritte mit den Ermittlungsdiensten. Ob und welche strafrechtlichen Schritte folgen, ist noch offen. Die Angaben stützen sich auf Mitteilungen der Polizei Antwerpen und übereinstimmende Medienberichte vom 1. November 2026. Da die Auswertung des sichergestellten Materials andauert, sind Aussagen zu Hintergründen, Täterschaft oder Zielrichtung derzeit nicht möglich. Die Ermittlungen laufen fort.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).