Aktuell

Phu Tho sucht in Brüssel Partner für Landwirtschaft, Kultur und Investitionen

Eine Delegation der vietnamesischen Provinz Phu Tho hat am 28. August 2026 in Brüssel mit der vietnamesischen Botschaft, der Vereinigung vietnamesischer Intellektueller in Belgien und Vertretern Flanderns über Kooperationen beraten.

Brüssel, 28. August 2026 – Eine Delegation der vietnamesischen Provinz Phu Tho hat in Brüssel Gespräche mit der vietnamesischen Botschaft in Belgien, der Vereinigung vietnamesischer Intellektueller in Belgien und Luxemburg (ViLaB) sowie mit Vertretern der Region Flandern geführt. Ziel waren konkrete Anknüpfungspunkte für Kooperationen in Hightech-Landwirtschaft, grünem Wachstum, Kulturerbe-Tourismus und Investitionsförderung.

Die Delegation wurde von Bui Van Quang geleitet. Nach Angaben der Beteiligten stehen zunächst Austauschformate, Pilotprojekte und die Vernetzung von Fachwissen im Vordergrund. Konkrete Verträge wurden während des Besuchs nicht bekanntgegeben. Die vietnamesische Botschaft in Belgien sagte Unterstützung bei der Vernetzung mit öffentlichen Stellen und Unternehmen zu und übernimmt damit eine koordinierende Rolle zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft.

ViLaB schlug einen Kooperationsrahmen mit vier Schwerpunkten vor: Hightech und Smart-City-Ansätze, Hightech-Landwirtschaft und grüne Ökonomie, spezialisierte Gesundheitsversorgung sowie Kulturerbe und Tourismus. Die Vereinigung will dafür Expertennetzwerke aufbauen, ein Belgien–Phu-Tho-Forum organisieren und Verbindungen zu belgischen Universitäten und Forschungseinrichtungen herstellen. Als Brückenakteur zwischen Diaspora, Forschung und Praxis soll ViLaB Wissenstransfer und die Ausgestaltung von Pilotprojekten bündeln.

In den Gesprächen mit Flandern standen nachhaltige Land- und Wasserbewirtschaftung, Technologien für klimaresiliente Landwirtschaft und Modelle der Zusammenarbeit zwischen Staat, Forschung, Unternehmen und Produzenten im Mittelpunkt. Die Auswahl des Ansprechpartners ist naheliegend: In Belgien liegen Zuständigkeiten für Landwirtschaft, Wirtschaftsförderung und weite Teile der Wissenschaftspolitik bei den Regionen; Flandern kann in diesen Feldern eigenständig internationale Kooperationen anbahnen. Nach Darstellung der Delegation prüft Phu Tho die Integration digitaler und klimafreundlicher Technologien – etwa Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge und Automatisierung – in landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten.

Phu Tho nannte Tee, Obst, Gemüse sowie weiterverarbeitete Agrar- und Forstprodukte als potenzielle Exportgüter für den belgischen Markt. Zudem will die Provinz ihre kulturellen Schutzgüter wirtschaftlich stärker erschließen. Dazu zählen der Kult der Hung-Könige und das Xoan-Gesangserbe, die international als identitätsstiftende Kulturformen gelten. Die Delegation betonte, dass Kulturerbe-Tourismus an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet werden solle.

Für belgische Partner bieten sich nach Einschätzung der Beteiligten insbesondere Wissensaustausch, gemeinsame Forschung und Pilotprojekte an der Schnittstelle von Agrartechnologie, Umweltmanagement und Kulturwirtschaft an. Vertreter aus Brüssel und Flandern signalisierten dem Vernehmen nach Interesse an strukturierten Formaten, um Machbarkeit, Finanzierung und Beteiligung von Hochschulen und Unternehmen zu klären. Weitere Schritte sollen in Arbeitsgruppen und Folgegesprächen abgestimmt werden.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk