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Niedrige Rheinpegel: BASF Antwerpen verlagert Teiltransporte auf Schiene und Lkw

BASF Antwerpen organisiert wegen sehr niedriger Wasserstände auf dem Rhein Teile seiner Transporte um: Einige Produkte werden derzeit auf Schiene und Lkw verlagert, bei Bedarf kommen externe Lager zum Einsatz.

BASF Antwerpen hat am 19. August 2026 mitgeteilt, dass anhaltend niedrige Pegelstände auf dem Rhein die Binnenschifffahrt einschränken und das Unternehmen deshalb einzelne Warenströme vorübergehend von Schiff auf Schiene und Lkw verlagert. Nach Angaben des Standorts werden, wo nötig, externe Lagerkapazitäten genutzt, um Produkte zeitweise zwischenzulagern. Hintergrund ist die erschwerte Versorgung der Werke, darunter die Belieferung eines BASF-Standorts in Deutschland.

Die aktuelle Umstellung steht im Zusammenhang mit seit Juli/August 2026 besonders niedrigen Pegeln am Ober- und Mittelrhein, die die nutzbare Tragfähigkeit und Beladung von Frachtschiffen deutlich reduzieren. Verbände und Branchenmeldungen berichten, dass vermehrte Verkehre auf Schiene und Straße die verfügbaren Kapazitäten zusätzlich beanspruchen. So verweist der europäische Speditions- und Logistikverband CLECAT auf spürbare operative Anpassungen in Industrieclustern entlang des Flusses.

BASF Antwerpen hat in den vergangenen Jahren die eigene Umschlag- und Anschlussinfrastruktur ausgebaut. Gemeinsam mit Infrabel wurde am 25. Juni 2026 hervorgehoben, dass zusätzliche Gleisanschlüsse und Terminalkapazitäten die Versorgung in Ausnahmesituationen wie Niedrigwasser robuster machen können. Unternehmensangaben zufolge setzt BASF in derartigen Lagen auf eine Kombination aus spezialisierten Binnenschiffen, verstärkten Bahnverkehren sowie ergänzenden Straßentransporten.

Für den Hafen Antwerpen bedeutet die Verschiebung einzelner Warenströme eine kurzfristig höhere Nachfrage nach Bahn- und Lkw-Kapazitäten in einem ohnehin stark ausgelasteten Korridor. Nach Einschätzung von Branchenvertretern können ad hoc verlegte Transporte Engpässe bei Waggons und Sattelaufliegern verschärfen und Abläufe in Terminals verlangsamen. Mittel- bis langfristig werden zusätzliche Investitionen in Umschlagpunkte und Trassen auf Schiene und Straße als sinnvoll erachtet, um Abhängigkeiten von Wasserständen am Rhein zu verringern.

Fakt ist die derzeitige Verlagerung von Teilmengen auf Schiene und Lkw sowie die Nutzung externer Lager durch BASF Antwerpen. Das Unternehmen hat keine Zahlen zu Umfang oder Dauer der Maßnahmen veröffentlicht. Aussagen über mögliche Auswirkungen auf Produktion, Preise oder Lieferfristen bleiben ohne weitere, konkrete Firmenangaben Spekulation. Die Lage wird von BASF, Logistikverbänden und Infrastrukturanbietern beobachtet; weitere betriebliche Anpassungen hängen von der Entwicklung der Pegel und der Verfügbarkeit von Alternativen zum Transport auf dem Rhein ab.

Mit Blick auf Belgien ist der Bezug eindeutig: Der betroffene Industriestandort liegt in Antwerpen, die operative Anpassung erfolgt dort, und die Folgen betreffen unmittelbar die Logistikketten im Hafen und im flämischen Hinterland. Der auslösende Faktor – das Niedrigwasser auf dem Rhein – wirkt überregional, entfaltet aber konkrete Auswirkungen am Standort Antwerpen.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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