Mindestens 300 Menschen in Belgien sind nach dem Verzehr mit Salmonellen belasteter Eier erkrankt. Die Fälle werden von den Behörden dem Legehennenbetrieb Laerco BV in Geel (Provinz Antwerpen) zugeordnet. Die Föderalagentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette (FAVV/Afsca) hat den Betrieb blockiert und eine groß angelegte Rückrufaktion angeordnet, wie am 25. August 2026 übereinstimmend berichtet wurde.
Der Rückruf läuft seit Mitte August, nachdem bei Kontrollen in Stallproben Salmonellen nachgewiesen worden waren. Handel und Behörde veröffentlichten betroffene Stempelcodes; Eier mit diesen Kennzeichnungen gelangten unter anderem über Colruyt, Delhaize und Carrefour in den Verkauf. Betroffene Ware sollte nicht verzehrt werden; Rückgabe und Erstattung im Handel sind vorgesehen.
Nach Angaben der Behörden zeigen die Erkrankten typische gastrointestinale Symptome einer Salmonellose. Offiziell bestätigte Todesfälle liegen derzeit nicht vor; zu Hospitalisierungen wurden von verschiedenen Stellen unterschiedliche Zahlen genannt. Die laufende Erfassung der Patientenzahlen und Analysen erfolgen in Abstimmung mit Sciensano.
Fachlich gilt der Zusammenhang als plausibel: Häufiger Verursacher lebensmittelbedingter Ausbrüche ist Salmonella Enteritidis, die über rohe oder unzureichend erhitzte Eier übertragen werden kann. In Laboren werden Proben aus dem Betrieb, aus dem Handel und von Patientinnen und Patienten typisiert, um die epidemiologische Verknüpfung der Fälle abzusichern und Lieferketten lückenlos zu rekonstruieren. Parallel prüfen Inspektionen die innerbetriebliche Hygiene, Futter- und Logistikwege sowie mögliche Kreuzkontaminationen.
Regulatorisch steht das FAVV/Afsca vor der Aufgabe, die Rückverfolgbarkeit in der Eierbranche engmaschig zu überprüfen und die Öffentlichkeit zügig über betroffene Chargen zu informieren. Handelsketten kontrollieren Lagerbestände und Retourenströme; der gesperrte Hof darf bis auf Weiteres keine Eier in Verkehr bringen. Für die Branche könnte der Fall zu verschärften Eigenkontrollen, dokumentationspflichtigen Hygienemaßnahmen und stichprobenartigen Prüfungen bei Packstellen führen.
Weitere Mitteilungen der Behörde werden erwartet, sobald zusätzliche Laborergebnisse vorliegen und die Rückverfolgung abgeschlossen ist. Bis dahin bleibt die zentrale Empfehlung bestehen, die veröffentlichten Stempelcodes zu prüfen und betroffene Eier konsequent aus dem Verkehr zu ziehen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).