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Minaraad unterstützt mehr Badestellen in Flandern und fordert klare Regeln

Der flämische Umwelt- und Naturrat begrüßt die Conceptnota zum Schwimmen in offenen Gewässern, verlangt aber verbindliche Vorgaben zu Sicherheit, Haftung, Wasserqualität und Naturschutz.

Die Minaraad hat am 24. September 2026 ihr Gutachten zur Conceptnota "zwemmen in open water" vorgelegt. Die flämische Regierung will damit das Prinzip umkehren: Schwimmen in offenen Gewässern wäre grundsätzlich erlaubt, es sei denn, es ist ausdrücklich untersagt. Der Rat unterstützt das Ziel, mehr legale Badestellen zu schaffen, verknüpft seine Zustimmung jedoch mit strikten Bedingungen.

Zentral fordert die Minaraad eindeutig markierte Badezonen, verlässliche und öffentlich zugängliche Informationen zur Wasserqualität sowie klare Haftungsregeln. Ökologisch sensible Bereiche sollen ausgenommen werden. Nach Darstellung des Rats verlagert ein allgemeineres Zugangsrecht mehr Verantwortung auf einzelne Nutzer; deshalb seien aktuelle Daten zu Blaualgen, mikrobieller Belastung und Sichttiefe unverzichtbar, ebenso transparente Warn- und Sperrmechanismen.

Die Empfehlungen sehen vor, bevorzugt weniger empfindliche Standorte mit einfacher Infrastruktur auszustatten – etwa mit Bojen zur Zonierung, Rettungsmitteln und Hinweisschildern – und diese in bestehende Gewässerbewirtschaftungs- und Schutzpläne einzubetten. Zudem mahnt die Minaraad eine verbesserte Erfassung von Badeunfällen und Ertrinkungsfällen an, um Risiken systematisch zu bewerten und Präventionsmaßnahmen zu steuern. Flankierend sollen Schwimmfähigkeiten in der Bevölkerung gestärkt werden.

Rechtlich verlangt der Rat, Zuständigkeiten und Haftung zwischen Eigentümern, Betreibern und Behörden eindeutig zu regeln. Dabei seien Kommunen, Wasserverwaltungen und Naturschutzakteure frühzeitig einzubinden. Für den Vollzug brauche es ein abgestimmtes Vorgehen der flämischen Regierung, klare Kriterien für Ausnahmen zugunsten des Naturschutzes und eine regelmäßige Überprüfung der Wasserqualität nach transparenten Standards.

Hintergrund ist die Absicht der flämischen Regierung (Vlaamse Regering), das Schwimmen in offenen Gewässern als Regelfall zuzulassen, um an heißen Tagen zusätzliche, wohnortnahe Erholungsmöglichkeiten zu schaffen und das Bewusstsein für Wasserqualität zu stärken. Die Minaraad betont, dass dieser Nutzen nur tragfähig sei, wenn ökologische, gesundheitliche und rechtliche Risiken vorausschauend adressiert werden und wenn Beeinträchtigungen von Schutzgebieten verlässlich ausgeschlossen bleiben.

Die politische Entscheidung über nächste Schritte liegt bei der flämischen Regierung. Die Minaraad signalisiert Gesprächsbereitschaft für die Ausarbeitung eines konsistenten Rechts- und Vollzugsrahmens, hält aber fest: Ohne belastbare Informationen zur Wasserqualität, klar abgegrenzte Badezonen, geregelte Haftung und wirksamen Naturschutz sollte die Öffnung nicht umgesetzt werden.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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