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Lüttich untersagt Versammlungen nach Ausschreitungen bei Schülerprotesten

Nach schweren Ausschreitungen bei Schülerprotesten in Lüttich hat Bürgermeister Willy Demeyer Versammlungen von mehr als drei Personen stadtweit bis zum 16. Oktober 2026 verboten. Polizei und Feuerwehr meldeten zahlreiche Einsätze, Festnahmen und Verletzte.

Die Stadt Lüttich hat nach gewaltsamen Ausschreitungen im Umfeld von Schülerprotesten ein stadtweites Verbot für Versammlungen von mehr als drei Personen verhängt. Bürgermeister Willy Demeyer erließ die polizeiliche Verordnung am Abend des 7. Oktober; sie gilt seit dem Morgen des 8. Oktober 2026 und ist vorläufig bis zum 16. Oktober datiert. Die Stadt begründet den Schritt mit dem Schutz der Bevölkerung, der Schülerinnen und Schüler sowie der Gewerbetreibenden und verweist auf das Risiko weiterer Eskalationen.

Zuvor war es am 6. und 7. Oktober in der Lütticher Innenstadt zu erheblichen Sachschäden und zahlreichen Polizeieinsätzen gekommen. Nach übereinstimmenden Berichten wurden Schaufenster eingeschlagen, Müllbehälter und Fahrzeuge in Brand gesetzt und Pyrotechnik gezündet. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, um Gruppen zu zerstreuen. Es kam zu Dutzenden Festnahmen; mehrere Personen, darunter Einsatzkräfte, wurden verletzt. Feuerwehr und Rettungsdienste waren im Dauereinsatz. Die Zone de Police de Liège rief Jugendliche auf, in die Schulen zurückzukehren, und warnte vor dem Einfluss gewaltbereiter externer Gruppen.

Bild- und Videoaufnahmen aus dem Zentrum, insbesondere vom Place Saint-Lambert und aus der Umgebung des Opéra, dokumentieren gezielte Zerstörungen an Geschäften. Betroffen war unter anderem eine Filiale der Fnac. Händler meldeten erhebliche Schäden. Die Stadt aktivierte das Warnsystem Be-Alert, um Personal und Kundschaft auf gefährdete Bereiche hinzuweisen und Verkehrslenkungen zu kommunizieren.

Die Behörden unterscheiden zwischen den politischen Anliegen, die Jugendliche im Rahmen einer breiteren, landesweit vernetzten Bewegung vorbringen, und strafbaren Handlungen einzelner Gruppen. Während Schülervertreter und Schulleitungen betonen, man wolle die Präsenz in den Einrichtungen sichern und einen Dialog über Bildungs- und Ausstattungsfragen fortführen, prüfen Polizei und Staatsanwaltschaft strafrechtliche Konsequenzen. Angaben zur Zahl anhängiger Verfahren werden in offiziellen Mitteilungen aktualisiert.

Für die kommenden Tage kündigte die Stadt an, die Lage eng zu beobachten und Maßnahmen fortlaufend zu bewerten. Nach Darstellung der Einsatzleitung steht die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung und die sichere Öffnung der Schulen im Vordergrund. Der genaue Verlauf der Proteste und der Eingriffe der Ordnungskräfte bleibt dynamisch; Entscheidungen über die Dauer des Versammlungsverbots sollen an der Sicherheitslage ausgerichtet werden.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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