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Künstliche Intelligenz verbreitet sich schnell – Ältere in Belgien bleiben zurück

Studien und Umfragen aus 2026 zeigen: KI-Anwendungen sind in belgischen Betrieben und im Alltag weit verbreitet, zugleich bestehen deutliche Teilhabe-Lücken bei Menschen ab 65 Jahren. Experten fordern gezielte Kurse, barrierefreie Angebote und verbindliche Governance.

Kurzmeldung

Belgische Studien und Umfragen aus dem Jahr 2026 belegen ein klares Muster: Der Einsatz künstlicher Intelligenz hat in Unternehmen und im Alltag stark zugenommen, doch ältere Menschen profitieren deutlich seltener davon. Ein Bericht des Hoge Raad voor de Werkgelegenheid (Februar 2026) dokumentiert, dass größere und technologieintensive Firmen KI schneller einführen, während Beschäftigte mit geringer formaler Bildung und kleinere Betriebe zurückbleiben. Das Gremium warnt vor ungleichen Effekten auf dem Arbeitsmarkt und empfiehlt gezielte Weiterbildungen am Arbeitsplatz.

Die Verbraucherorganisation Test‑Aankoop weist in einer Umfrage (Januar 2026) darauf hin, dass Belgiens Bevölkerung KI‑Dienste zunehmend nutzt, ältere Befragte mit niedrigerem Bildungsniveau sich jedoch deutlich unsicherer fühlen. Test‑Aankoop fordert leicht zugängliche, finanzierbare Lernangebote und klare Informationen zur Funktionsweise und zu Risiken von KI‑Anwendungen.

Regionale Erhebungen stützen diese Befunde: Das Imec Digimeter berichtet für Flandern von anhaltenden Unterschieden bei der digitalen Teilhabe älterer Altersgruppen, und Statistik Vlaanderen zeigt geringere Nutzungsfrequenzen und niedrigere Beteiligung an komplexeren Online‑Aktivitäten in der Kohorte 65 plus. Parallel betont der Bericht der Europäischen Kommission im Digital Decade Country Report 2026, dass Belgien in vielen digitalen Indikatoren gut positioniert ist, jedoch Kompetenz‑ und Teilhabelücken bestehen.

Aus der Praxis meldet Proximus NXT im Cybersecurity‑Report 2026, dass in vielen Organisationen zwar KI‑Tools genutzt werden, formale Richtlinien und Governance aber oft fehlen. Sicherheitsfachleute sehen darin ein erhöhtes Risiko für Fehlgebrauch und Vertrauensverlust – Probleme, die ältere oder weniger digitale Nutzergruppen besonders treffen können.

Die gemeinsam empfohlenen Maßnahmen sind konkret: geförderte Kurse speziell für Ältere, barrierearme Benutzeroberflächen, leicht verständliche Nutzerhinweise über Datenverwendung sowie verbindliche Zuständigkeiten und Transparenzregeln in Unternehmen und Verwaltung. Ohne solche Leitplanken droht der technische Fortschritt die soziale Teilhabe weiter zu vergrößern.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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