Die Trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Éislek hat ihre Ausschreibung für grenzüberschreitende Projekte geöffnet. Akteurinnen und Akteure aus Ostbelgien, Luxemburg und Rheinland-Pfalz können bis zum 30. September 2026 Anträge einreichen. Förderfähig sind Vorhaben, die den Kriterien des Interreg-Programms Großregion 2021–2027 entsprechen und im funktionalen Raum gemeinsam umgesetzt werden. Die Kofinanzierung erfolgt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Der Aufruf richtet sich an Projekte in fünf Themenfeldern: Tourismus und Kultur, Natur, Mobilität, Arbeitsmarkt und Daseinsvorsorge sowie Energie. Die Förderquote kann je nach Regelwerk und Maßnahme bis zu rund 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten betragen. Die Einreichung und Prüfung der Dossiers erfolgen über das Programmsystem JEMS und nach den Vorgaben des Interreg-Begleitausschusses. Bewilligungen werden nach Abschluss der Auswahlverfahren öffentlich dokumentiert.
Die Trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Éislek ist als funktionaler Raum in das Interreg VI A-Programm der Großregion eingebunden. Die Verwaltungsarbeit übernimmt eine Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV). Für den Raum steht ein spezifisches Budget aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereit, das projektbezogen als Kofinanzierung vergeben wird. Ziel ist es, kleinteilige, kooperative Vorhaben zu ermöglichen, Synergien zwischen Partnern über die Grenzen hinweg zu heben und die regionale Integration in der Großregion praktisch zu stärken.
Für Antragstellende in der Deutschsprachigen Gemeinschaft gilt: Beratung und Erstinformation leisten die regionalen Interreg-Anlaufstellen. Relevante Unterlagen beinhalten die Programmkriterien des funktionalen Raums, Leitfäden zur Antragstellung sowie Hinweise zu Fristen, förderfähigen Ausgaben und Nachweispflichten. Vor der Einreichung empfiehlt sich eine formale Vorprüfung der Projektidee, um Passfähigkeit zu Zielen, Indikatoren und Partnerschaftsanforderungen sicherzustellen.
Hintergrund: Interreg setzt seit der aktuellen Förderperiode verstärkt auf funktionale Räume, um Fördermittel geografisch und thematisch präziser zu bündeln. Die Trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Éislek verbindet Ostbelgien, das luxemburgische Éislek und angrenzende Kreise in Rheinland-Pfalz. Mit dem laufenden Projektaufruf sollen insbesondere Vorhaben mit klar erkennbaren grenzüberschreitenden Mehrwerten adressiert werden, darunter gemeinsame touristische Angebote, Natur- und Klimaanpassungsmaßnahmen, nachhaltige Mobilitätslösungen, arbeitsmarktbezogene Kooperationen sowie Projekte zur Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlich geprägten Räumen.
Projektträger sollten die Ausschreibungsunterlagen prüfen, frühzeitig Konsortien bilden und die formalen Anforderungen im JEMS-Portal beachten. Für ergänzende nationale oder regionale Bausteine können je nach Projekt weitere Förderinstrumente der Deutschsprachigen Gemeinschaft herangezogen werden.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).