Aktuell

Hohes Venn: Großeinsatz stabilisiert – Nachlöscharbeiten nach Moorbrand gehen weiter

Im Naturschutzgebiet Hohes Venn ist der seit dem 14. August ausgebrochene Brand laut Provinz Lüttich weitgehend unter Kontrolle. Zonenfeuerwehren, der Zivilschutz, der Dienst für Natur und Wälder und die Belgischen Streitkräfte setzen die Nachlöscharbeiten…

Der seit dem 14. August ausgebrochene Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn (Haute Fagnes) ist nach Angaben der Behörden weitgehend stabilisiert. Der Gouverneur der Provinz Lüttich hält den provinziellen Notfallplan aufrecht; die Perimeter werden weiter engmaschig überwacht. Der Plan bündelt die Einsatzführung über Gemeindegrenzen hinweg und erleichtert die Anforderung überörtlicher und föderaler Ressourcen. Der Dienst für Natur und Wälder (DNF) spricht auf Basis vorläufiger Erhebungen von einer großflächig betroffenen Moor- und Heidevegetation; in Behördenkreisen ist von bis zu rund 3.000 Hektar die Rede.

Im Einsatz sind Zonenfeuerwehren aus der Region, der Zivilschutz sowie spezialisierte Teams des DNF, der als Teil der Wallonischen Region die Flächenverwaltung verantwortet. Die Belgische Streitkräfte unterstützen seit dem 15. August mit Panther-Löschfahrzeugen und rund 40 militärischen Feuerwehrkräften die Bodenarbeiten. Die Einsatzleitung betont, dass das Ablöschen tieferliegender Torfschichten weiterhin schwierig bleibt. Entsprechend konzentrieren sich die Taktiken auf Bodeneinsätze, das gezielte Einkesseln verbliebener Glutnester und wiederholte Kontrollen entlang der Brandränder. Luftunterstützung war wegen wechselnder Winde und niedriger Wolkenuntergrenzen nur eingeschränkt möglich.

Örtliche Evakuierungen und Sperrungen wurden in betroffenen Gemeinden zeitweise angeordnet und nach Sicherung der Abschnitte schrittweise aufgehoben. Wanderwege im Hohen Venn bleiben in Teilen geschlossen; dies dient dem Schutz der Bevölkerung und verhindert Störungen der Einsätze. Die Behörden raten, Rauchentwicklungen über den Notruf 112 zu melden und Innenräume bei starker Rauchbelastung vorsichtig zu lüften.

Fachleute verweisen auf erhebliche ökologische Folgen: Torfmoore speichern große Mengen Kohlenstoff und reagieren empfindlich auf Feuer und Austrocknung. Naturschutzorganisationen dringen daher auf eine abgestimmte Wiedervernässung und Renaturierung, sobald die Brandherde dauerhaft gelöscht sind. Zuständig für Planung und Umsetzung ist der DNF im Rahmen der Wallonischen Region; die praktische Ausgestaltung wird mit den örtlichen Akteuren abgestimmt. Parallel stimmen die Wallonische Region und Nachbarstaaten Messungen der Luftqualität sowie gesundheitliche Hinweise ab; Luxemburg hat dazu eine interministerielle Bewertung veröffentlicht. Bereits Ende Juli hatten Behörden in Ostbelgien auf eine erhöhte Waldbrandgefahr hingewiesen.

Die Einsatzkräfte bleiben in erhöhter Bereitschaft. Prognosen hängen wesentlich von Wind, Luftfeuchte und eventuellen Niederschlägen ab; eine Wetterverschlechterung könnte Schwelbrände reaktivieren. Zur Brandursache machten die Behörden zunächst keine abschließenden Angaben; Priorität habe die Stabilisierung der Lage und der Schutz von Bevölkerung und Natur.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels