Im Grenzgebiet rund um das Hohes Venn sind die Evakuierungsanordnungen aufgehoben. Der seit 14. August ausgebrochene Moor- und Waldbrand steht nach Angaben der Einsatzleitungen in Belgien unter vorläufiger Kontrolle; die Lage bleibe jedoch komplex und erfordere anhaltende Überwachung. Das bestätigten die Behörden in der Wallonie und die Stadt Monschau. Auch RTBF und Deutschlandfunk berichteten übereinstimmend.
Das Feuer hatte sich im hochmoorgeprägten Naturschutzgebiet in der Wallonie bei trockenen und windigen Bedingungen rasch ausgebreitet. In der Spitze waren Wege und einzelne Straßen gesperrt, Rauch beeinträchtigte zeitweise Orte nahe der Grenze. Die zuständigen Stellen raten weiterhin, gesperrte Flächen nicht zu betreten und Anweisungen der Einsatzkräfte strikt zu befolgen.
Auf belgischer Seite koordinieren die Zonen de secours der Region den Bodeneinsatz. Die Protection civile stellt Wassertransporte und logistische Unterstützung bereit. Ein Hubschrauber der Föderale Polizei unterstützte die Lageerkundung und punktuell die Brandbekämpfung aus der Luft. Die Arbeiten bleiben technisch anspruchsvoll, weil Glutnester in torfigen Bodenschichten fortschwelen und wieder aufflammen können. Löschmaßnahmen konzentrieren sich daher auf systematisches Abkühlen, das Aufspüren von Hotspots und das Sichern von Randbereichen.
Mit der Aufhebung der Räumungen ist die Gefahr nach Behördenangaben nicht gebannt. Das Gebiet wird weiterhin engmaschig überwacht; je nach Wetterentwicklung können Absperrungen kurzfristig angepasst werden. Anwohnerinnen und Anwohner in der Nähe möglicher Rauchfahnen werden gebeten, auf Hinweise der Kommunen zu achten und Einsatzfahrzeuge nicht zu behindern.
Nach Abschluss der Akutphase wollen Forst- und Naturschutzverwaltungen das Ausmaß der Schäden kartieren und prioritäre Maßnahmen für die Renaturierung planen. In der Wallonie haben die Ereignisse zudem Debatten über die Ausstattung und personelle Lage der Feuerwehr befeuert. Die Zusammenarbeit der Zonen de secours und die Rolle des föderalen Katastrophenschutzes werden dabei erneut in den Blick geraten. Der Gouverneur der Provinz Lüttich kündigte an, die Lage fortlaufend zu bewerten und die Öffentlichkeit zu informieren.
Der Brand betrifft ein ökologisch sensibles Hochmoorsystem. Da Torfböden Feuer in tieferen Schichten speichern können, hängt die weitere Entwicklung wesentlich von der Feuchte im Untergrund und dem Wind ab. Die Behörden betonen, dass der Status „unter Kontrolle“ eine stabile, aber keine endgültig entschärfte Lage beschreibt.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).