Lüttich

Hautes Fagnes: Polizei weist Besucher aus Sperrzone zurück – Glutnester halten Einsatz in Gang

Am 23. August 2026 setzten Einsatzkräfte die Nachlöscharbeiten in den Hautes Fagnes fort. Die Wallonische Umweltverwaltung hielt Sperrzonen aufrecht; die Polizei traf mehrere Spaziergänger und Radfahrer in verbotenen Bereichen an und schickte sie zurück.

Am 23. August 2026 haben die Einsatzkräfte in den Hautes Fagnes weitere Glutnester abgelöscht. Die Wallonische Umweltverwaltung bestätigte fortbestehende Zugangsbeschränkungen in Teilbereichen des Hochmoors, um die Sicherheit der Bevölkerung und den ungehinderten Ablauf der Arbeiten zu gewährleisten. Die Polizei kontrollierte die Absperrungen, traf einzelne Spaziergänger und Radfahrer in verbotenen Zonen an und leitete sie aus dem Gefahrenbereich zurück. Angaben über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Die Hochfläche der Hautes Fagnes im Osten der Provinz Lüttich, an der Grenze zur Deutschsprachigen Gemeinschaft, gilt als besonders sensibel: Torfböden können unter der Oberfläche weiter glimmen und Brände lange Zeit nähren. Entsprechend aufwendig sind Nachlöschen und Überwachung. Die betroffene Zone liegt im Parc naturel Hautes-Fagnes-Eifel und umfasst touristisch stark frequentierte Bereiche. Rund um Botrange und Baraque Michel blieben Wege und Parkplätze abschnittsweise gesperrt; Hinweisschilder und Sperrbänder kennzeichneten die betroffenen Sektoren. Lokale Dienste und der Regionalsektor des Naturschutzes informierten über die jeweils aktuelle Lage.

Behörden und Einsatzleitung begründeten die Absperrungen mit dem Schutz von Besucherinnen und Besuchern sowie der Notwendigkeit, Zufahrten für Fahrzeuge der Feuerwehr und Förster frei zu halten. Die Polizei appellierte an alle, die Sperrzonen strikt zu respektieren. Zuwiderhandlungen können polizeilich geahndet werden, im Vordergrund standen am Wochenende jedoch Aufklärung und Gefahrenabwehr.

Die Regionen um Jalhay und Waimes waren von Rauchentwicklungen zeitweise stärker betroffen. Die Behörden rieten dazu, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden, wenn Rauch in Bodennähe spürbar ist, und Innenräume nur dann zu lüften, wenn die Windverhältnisse dies erlauben. Verbrannte Flächen und Glutnester würden weiter beobachtet; die Wiedereröffnung gesperrter Wege erfolge schrittweise nach laufender Lagebeurteilung.

Das Feuer war Mitte August ausgebrochen und hatte sich in den trockenen Moorflächen rasch ausgebreitet. Zur Ursache machten die Verantwortlichen bislang keine Angaben. Auch das Ausmaß der ökologischen Schäden bleibt vorerst offen. Der Öffentliche Dienst Walloniens kündigte an, die Informationen zu Sperrungen und Begehbarkeit fortlaufend zu aktualisieren. Bis zur vollständigen Entwarnung gilt in der gesamten betroffenen Zone erhöhte Vorsicht, insbesondere in den Abschnitten mit torfmoorreichen Böden und Vegetationsresten, die ein Wiederaufflammen begünstigen können.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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