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Großbrand im Hohen Venn: Fast 3.000 Hektar verbrannt – EU-Hilfe im Einsatz

Ein Moor- und Waldbrand im Hohen Venn hat bis Mitte August rund 3.000 Hektar erfasst. Belgien aktivierte den EU‑Zivilschutzmechanismus; Unterstützung aus fünf europäischen Ländern wurde koordiniert. Die belgische Außenministerin Hadja Lahbib besuchte am 24.…

Im Hohen Venn (Hautes Fagnes) an der belgisch-deutschen Grenze sind Mitte August 2026 fast 3.000 Hektar Moor-, Wald- und Heideflächen verbrannt. Nach Angaben der zuständigen Behörden traf das Feuer vor allem Areale in den Gemeinden Waimes und Bütgenbach in der Provinz Lüttich; vorsorgliche Evakuierungen und Notunterkünfte wurden zeitweise angeordnet. Trockene Torfböden und wechselnde Winde erschwerten den Löschkräften den Zugang und begünstigten eine rasche Ausbreitung.

Belgien aktivierte den EU‑Zivilschutzmechanismus, um zusätzliche Kapazitäten zu mobilisieren. Über die EU‑Koordinierung wurden Luft- und Bodeneinheiten sowie spezialisierte Teams aus fünf europäischen Ländern entsandt. Das RescEU‑Netz stellte ferner überregionale Ressourcen bereit; zur Lagebeurteilung kamen Notfallkarten des Copernicus Emergency Management Service zum Einsatz. Die belgische Außenministerin Hadja Lahbib informierte sich am 24. August vor Ort über den Stand der Arbeiten und die internationale Unterstützung.

Das Ausmaß gilt nach aktuellen Aufzeichnungen als das größte jemals in Belgien erfasste Wald- und Moorfeuer. Auswertungen des European Forest Fire Information System (EFFIS) zeigen, dass die betroffene Fläche frühere Großbrände deutlich übersteigt. Fachleute führen die Intensität auf die Kombination aus lang anhaltender Trockenheit, hoher Temperatur und brennbarem Torf zurück, der Glutnester über Tage halten kann und Nachlöscharbeiten verlängert.

Die unmittelbaren Schäden betreffen nicht nur Vegetation und Lebensräume. In der ökologisch sensiblen Hochmoorlandschaft stehen nun Wassereinzugsgebiete, Bodenschutz und Artenvielfalt im Fokus der Bewertung. Die Region Wallonien, die Provinz Lüttich und föderale Stellen koordinieren Schadensaufnahme, Wiederherstellung und Prävention. Für die Renaturierung von Mooren und den Schutz torfhaltiger Böden rechnen Behörden mit mehrjährigen Maßnahmen, darunter kontrollierte Wiedervernässung, Besucherlenkung und die Anpassung lokaler Brandschutzpläne an veränderte Wetterrisiken.

Behördliche Angaben zu verbrannter Fläche, Evakuierungen und internationaler Hilfe stammen aus der Zeit vom 15. bis 24. August 2026. Einschätzungen zu Ursachen und langfristigen Folgen bleiben vorläufig und bedürfen weiterer Untersuchungen. Über den Fortgang der Nachlöscharbeiten und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen wollen die beteiligten Stellen in den kommenden Wochen informieren.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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