Umwelt

Flanderns Kringloopzentren steigern Wiederverwendung 2025 auf 45.899 Tonnen

OVAM und VITO melden für 2025 ein Plus von 7 Prozent bei der Wiederverwendung in Flandern: 45.899 Tonnen, das sind 6,7 Kilogramm pro Kopf. Die Zielmarke bleibt 8 Kilogramm bis 2030.

Die flämischen Kringloopzentren haben 2025 insgesamt 45.899 Tonnen Gebrauchtwaren erneut in Umlauf gebracht. Das geht aus Mitteilungen der Abfall- und Materialagentur OVAM und des Forschungsinstituts VITO hervor, die am 29. Oktober 2026 über EMIS veröffentlicht wurden. Gegenüber 2024 entspricht das einem Zuwachs von 7 Prozent. Auf die Bevölkerung gerechnet ergibt sich damit eine Wiederverwendungsmenge von 6,7 Kilogramm pro Kopf. Die politische Zielmarke für Flandern liegt bei 8 Kilogramm pro Kopf bis 2030.

Die Behörden verorten den Anstieg in einem Bündel von Ursachen: mehr und besser erreichbare Sammelstellen, effizientere Logistik und eine wachsende Bereitschaft der Haushalte, Waren weiterzugeben statt zu entsorgen. Detaillierte Aufschlüsselungen nach Produktkategorien wurden in den Mitteilungen nicht vollständig veröffentlicht; OVAM verweist auf laufende Auswertungen der anerkannten Zentren und auf das Monitoring im Rahmen der Kreislaufwirtschaft.

Kringloopzentren sind ein fester Bestandteil der Kreislaufwirtschaft in Flandern. Sie nehmen gebrauchte Güter an, bereiten sie auf und bieten sie erneut an. Neben ökologischen Effekten – weniger Abfall und Ressourcenverbrauch – verfolgen sie soziale Ziele, etwa Qualifizierung und Beschäftigung für benachteiligte Gruppen. OVAM steuert den Rahmen und setzt Qualitätsanforderungen, VITO unterstützt unter anderem mit Daten und Analysen über EMIS.

Die aktuellen Zahlen zeigen Fortschritte, aber auch den verbleibenden Abstand zur Zielmarke. Fachlich gilt: Höhere Mengen allein garantieren noch keine größere Wirkung. Entscheidend sind die Qualität der Aufbereitung, die tatsächliche Wiederverkaufsquote und die Vermeidung von Fehlanlieferungen. Entsprechend betont OVAM die Notwendigkeit, den Ausbau der Infrastruktur mit klaren Standards, Kontrollen und Informationsarbeit zu verbinden. Ergänzend bleiben produktseitige Maßnahmen relevant – etwa langlebige Gestaltung, Reparierbarkeit und verfügbare Ersatzteile.

Mit Blick auf 2030 werten OVAM und VITO die Entwicklung als ermutigend. Sie sehen jedoch weiteren Handlungsbedarf, um das Niveau von 8 Kilogramm pro Kopf nachhaltig zu erreichen. Prognosen zu den kommenden Jahren knüpfen sie an die Fortsetzung der bisherigen Programme sowie an die Beteiligung von Kommunen, Sozialbetrieben und Handel. Ungeachtet der Bewertung sind die Mengenangaben für 2025 als veröffentlichte Fakten zu werten; Einordnungen zu Ursachen und möglichen Folgen sind den genannten Institutionen zuzuschreiben.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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