Kurzmeldung
Die Openbare Vlaamse Afvalstoffenmaatschappij (OVAM) meldet, dass der in Flandern erfasste Unternehmensrestabfall im Produktionsjahr 2025 auf rund 597 000 Tonnen gesunken ist – ein Rückgang von fünf Prozent gegenüber 2024. Die Mitteilung wurde am 27. Oktober 2026 veröffentlicht und beruht auf dem aktualisierten Monitoring, das unter anderem Daten aus dem Materialeninformatiesysteem MATIS zusammenführt. Aus den Veröffentlichungen geht hervor, dass die hier genannten Zahlen ohne den Bau- und Abbruchsektor gerechnet sind.
Für das Referenzjahr 2024 weist das OVAM-Monitoring eine Weiterverwertungsquote von 81 Prozent aus; diese Quote umfasst Wiederverwendung, stoffliches Recycling, Kompostierung und Vergärung nach maximal zwei Verarbeitungsschritten. Dem Bericht zufolge wurden dennoch Anteile des Abfalls thermisch verwertet oder deponiert, sodass weiterhin Potenzial für eine Verschiebung hin zu höherwertiger stofflicher Verwertung besteht. OVAM und das Forschungszentrum VITO nennen als zentrale Hebel Abfallvermeidung an der Quelle, bessere Sortierung in Betrieben, Ausbau von Recyclingkapazitäten und stärkere sektorübergreifende Kooperationen.
Die OVAM-Publikation betont, dass Zeitreihen durch Meldewege, sektorale Abgrenzungen und Verlagerungen zwischen Verwertungsarten beeinflusst werden können; deshalb sind Vergleiche mit früheren Jahren vorsichtig zu interpretieren. Politisch bleibt die Verantwortung in Belgien größtenteils regional geregelt: Die hier berichteten Zahlen betreffen die Region Flandern. Maßnahmen wie die flächendeckende Einführung des Gewichts-bezogenen Tarifierungsprinzips für Restabfall bei Unternehmen und Vorgaben zur getrennten Sammlung sollen Anreize für bessere Sortierung und Prävention liefern.
Kurzfristig reduziert die verminderte Abfallmenge den Druck auf bestehende Entsorgungswege. Entscheidend für die kommenden Jahre ist, ob sich die Sortierqualität in der Breite verbessert und zusätzliche Kapazitäten für hochwertiges Recycling aufgebaut werden, damit die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen nachhaltig steigt. Die Fakten basieren auf der OVAM-Mitteilung vom 27. Oktober 2026 und dem zugehörigen Monitoring-Datensatz.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).