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Flandern streicht ab 2027 3,4 Millionen Euro für Zoos Antwerpen und Planckendael

Die Flämische Regierung beendet die jährlichen Betriebskostenzuschüsse für ZOO Antwerpen und ZOO Planckendael ab 2027. Die Betreiberin KMDA zeigt sich überrascht und war nach eigener Darstellung vorab nicht informiert.

Die Flämische Regierung hat am 1. Oktober 2026 beschlossen, die jährlichen Betriebskostenzuschüsse (Werkingssubsidies) für ZOO Antwerpen und ZOO Planckendael ab dem Haushaltsjahr 2027 zu streichen. Nach übereinstimmenden Berichten entfallen damit zusammen 3,4 Millionen Euro pro Jahr. Die Mittel unterstützten bislang unter anderem ermäßigte Eintrittstarife und die Instandhaltung denkmalgeschützter Bauten auf den Geländen.

Die Entscheidung ist Teil einer umfassenden Sparrunde und betrifft demnach Budgetlinien aus Umwelt, Landwirtschaft und Tourismus. Offiziell begründet wird die Maßnahme mit der Konsolidierung des Haushalts. Detaildokumente zu sektoralen Kürzungen lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung teils noch nicht in finaler Form vor; die Grundentscheidung wurde jedoch bestätigt.

Die Koninklijke Maatschappij voor Dierkunde van Antwerpen (KMDA), Betreiberin beider Einrichtungen, reagierte mit Unverständnis. Man habe vorab „kein einziges Signal“ erhalten, hieß es. Vertreter der Zoos warnten, ein dauerhafter Wegfall der Zuschüsse könne Druck auf Eintrittspreise, Personalplanung sowie Pflege und Unterhalt der historischen Anlagen erhöhen. Konkrete Maßnahmen über laufende Prüfungen hinaus wurden nicht angekündigt.

Politisch reiht sich der Schritt in die seit der September-Erklärung 2026 angekündigte Linie ein, Subventionsausgaben spürbar zu reduzieren, um das Budget ins Gleichgewicht zu bringen. In Regierungskreisen war bereits von einer Überprüfung wiederkehrender Betriebsförderungen die Rede. Ob für die Zoos Übergangsregelungen gelten oder Projekte weiter über andere Fördertöpfe unterstützt werden, blieb zunächst offen.

Auf parlamentarischer Ebene sind Nachfragen zu Verfahren, Kriterien und Transparenz der Streichliste angekündigt. Mehrere Abgeordnete verlangen Einsicht in die vollständige Übersicht der betroffenen Förderungen. Die KMDA will parallel Gespräche mit der Stadt Antwerpen, möglichen Partnern in Mechelen und privaten Förderern führen, um die Finanzierung breiter aufzustellen.

Für Besucherinnen und Besucher ändert sich kurzfristig nichts: Beide Zoos bleiben regulär geöffnet. Welche Anpassungen ab 2027 tatsächlich nötig werden, hängt vom weiteren Haushaltsprozess und möglichen Kompensationen ab. Klar ist: Mit dem Ende der Werkingssubsidies verlieren zwei der bekanntesten zoologischen Einrichtungen Flanderns eine verlässliche Einnahmequelle aus öffentlichen Mitteln – mit möglichen Folgen für Preise, Angebot und Erhalt der Bausubstanz.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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