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Flandern legt Visienota für Gamesbranche vor: Umsatz soll bis 2030 auf 150 Millionen Euro steigen

Die Vlaamse Regering hat die Visienota Vlaams Gamebeleid 2026–2030 („Next Level Vlaanderen“) beschlossen. Sie setzt als Ziel, den Branchenumsatz von 76,5 Millionen Euro (2025) auf mindestens 150 Millionen Euro bis 2030 zu erhöhen und…

Die Vlaamse Regering hat die Visienota Vlaams Gamebeleid 2026–2030 mit dem Titel „Next Level Vlaanderen“ veröffentlicht. Zentrales Ziel ist, den Jahresumsatz der in Flandern ansässigen Spieleentwickler von 76,5 Millionen Euro im Jahr 2025 auf mindestens 150 Millionen Euro bis 2030 zu steigern. Die Leitlinie verknüpft wirtschafts- und kulturpolitische Ziele und adressiert wiederholt beklagte Finanzierungslücken in der Branche.

Geplant sind aufeinander abgestimmte Maßnahmen von Departement Cultuur, Jeugd en Media, der Wirtschaftsförderagentur VLAIO und dem VAF-Gamefonds. Vorgesehen sind verbesserte Finanzierungsinstrumente entlang der Produktionskette, eine stärkere Koordinierung bestehender Unterstützungsangebote sowie eine Internationalisierungsoffensive für Studios aus Flandern. Die Visienota nennt messbare Indikatoren und verankert die Evaluation im Verwaltungsablauf.

Anlass und Bezugsrahmen sind die in den vergangenen Jahren dokumentierten Engpässe: Branchenakteure hatten vor einem „chronischen Kapitalmangel“ gewarnt, der Wachstum und Beschäftigung bremse. Das „Eindrapport studie gamebeleid“ (2025) führt steigende Produktionskosten, einen intensiven globalen Wettbewerb und das begrenzte Angebot an Risikokapital als wesentliche Hürden an. Darauf aufbauend priorisiert „Next Level Vlaanderen“ die Mobilisierung privaten und öffentlichen Kapitals sowie Skalierungsschritte, ohne die Vielfalt kleinerer Entwickler zu gefährden.

Institutionell setzt Flandern auf eine klarere Aufgabenverteilung: Das Departement Cultuur, Jeugd en Media verantwortet kulturpolitische Impulse, VLAIO die unternehmensnahe Förderung, während das VAF-Gamefonds als sektorale Anlaufstelle für Entwicklungsvorhaben gestärkt werden soll. Im Vlaams Parlement ist die neue Förderlogik bereits Gegenstand von Ausschussberatungen gewesen; die Umsetzungsdetails der nächsten Managementperiode des Fonds werden dort weiter begleitet.

Die Zielmarken sind politisch gesetzt, nicht garantiert. Ob die Branche den Schritt von 76,5 auf mindestens 150 Millionen Euro schafft, hängt von der fristgerechten Umsetzung der Finanzierungsinstrumente, der Verfügbarkeit von Fachkräften und der Entwicklung internationaler Absatzmärkte ab. Die Visienota verankert Monitoringvorgaben, um Fortschritte zu messen und bei Bedarf nachzusteuern. Für die belgische Föderalstruktur ist relevant: Die Maßnahmen gelten für Flandern; bundesstaatliche und internationale Rahmenbedingungen – von Steuerfragen bis Plattformregeln – wirken jedoch auf die flämische Gamesindustrie ein und bleiben externe Faktoren.

Mit der Veröffentlichung der Visienota liegt der strategische Kurs für 2026 bis 2030 vor. Die nächsten Schritte betreffen die Ausgestaltung der Programme bei VLAIO und VAF-Gamefonds sowie die Konkretisierung der Internationalisierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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