Die flämische Regierung und das Departement Mobiliteit en Openbare Werken haben den Planungsstand für das Verkehrsvorhaben E34‑West auf Höhe der Waaslandhaven präzisiert. Nach Abschluss des Gewestelijk Ruimtelijk Uitvoeringsplan (GRUP) am 2. Mai 2025 liegt seit dem Frühjahr 2026 eine Startnota vor; am 2. September 2026 ist ein zweites Infomoment angekündigt, bei dem erste Entwürfe vorgestellt und Fragen an das Studienteam möglich sind.
Ziel des Projekts ist eine leistungsfähigere Anbindung der E34 an die geplante Westelijke Ontsluiting Waaslandhaven im Rahmen des Programms Extra Containercapaciteit Antwerpen. Vorgesehen ist, die bestehende Anschlussstelle Vrasene an anderer Stelle durch einen neuen, kreuzungsfreien Anschluss Waaslandhaven‑West zu ersetzen. Teile der N451 sollen verkehrsberuhigt und besser an den Radverkehr angebunden werden. Südlich der E34 sind ein Leitungskorridor sowie Ausgleichsflächen mit Poldercharakter und Gewässern vorgesehen.
Die Startnota beschreibt Ziele, geprüfte Alternativen und die Umweltaspekte, die im weiteren Verfahren zu vertiefen sind. Die öffentliche Beteiligung zur Startnota fand vom 17. Februar bis 17. April 2026 statt; die eingegangenen Stellungnahmen fließen laut Behörden in die Ausarbeitung der Projektnota und des Vorentwurfs ein. Im Anschluss sind die Vergaberegelung für Planungs- und Bauleistungen sowie die förmlichen Genehmigungsverfahren einschließlich Umweltprüfung und öffentlicher Untersuchung vorgesehen.
Rechtliche und raumordnerische Bezüge wurden teils angepasst: Für Teilflächen wurde eine teilweise Aufhebung eines Schutzbeschlusses zum Landschaftsbestandteil „Defensieve Dijk“ beschlossen, um die erforderliche Linienführung zu ermöglichen. Betroffen sind Gebiete in Beveren sowie in den Nachbargemeinden Kruibeke und Zwijndrecht. Die Verwaltung verweist zugleich auf Maßnahmen zur Minderung von Lärm- und Umweltauswirkungen sowie auf neue Radverkehrsverbindungen entlang der N451.
Aussagen zu Baukosten, Vergabe- oder Bauzeiten treffen die zuständigen Stellen derzeit nicht. Faktisch befindet sich E34‑West weiterhin in der Projektphase, in der fachliche Vorarbeiten und weitere Beteiligungsschritte den Boden für die Genehmigungsverfahren bereiten. Für die Hafenwirtschaft und die Logistik in der Waaslandhaven verbindet sich mit der Westanbindung die Aussicht auf weniger Konflikte zwischen Durchgangs-, Werks- und Lokalverkehr. Anwohnerinteressen richten sich vor allem auf Lärmschutz, Verkehrsführung an bestehenden Siedlungsrändern und die landschaftliche Einbindung. Diese Punkte bleiben bis zur Projektnota und zum Vorentwurf Gegenstand der Abstimmung zwischen Planern, Gemeinden und Betroffenen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).