Engie hat den Bau eines großskaligen Batterieparks auf seinem Standort in Coo in der Provinz Lüttich begonnen. Nach Unternehmensangaben entsteht dort ein Batteriespeicher mit 74 Megawatt Leistung und 296 Megawattstunden Speicherkapazität. Der Speicher soll kurzfristig Strom aus dem Netz aufnehmen und wieder abgeben, um die Frequenz zu stabilisieren und Schwankungen aus Wind- und Solarproduktion auszugleichen.
Der Standort Coo liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Stavelot und Trois-Ponts. Engie verortet das Projekt in Belgien strategisch neben bereits bestehenden oder im Aufbau befindlichen Batterieanlagen, unter anderem in Vilvoorde, Kallo und Drogenbos. Mit dem neuen Park will der Konzern die verfügbare Speicherkapazität im Land ausweiten und systemdienliche Leistungen bereitstellen.
Die genannten Eckdaten deuten auf eine vierstündige Speicherdauer hin: 296 Megawattstunden geteilt durch 74 Megawatt ermöglichen typischerweise die Abgabe der Nennleistung über etwa vier Stunden. Damit adressiert die Anlage vor allem kurzfristige Flexibilitätsbedarfe im Tagesverlauf, etwa zur Glättung von Last- und Erzeugungsspitzen sowie zur Bereitstellung von Netzdienstleistungen. Der gewählte Standort knüpft an die Energieinfrastruktur vor Ort an: In Coo-Trois-Ponts befindet sich seit Jahrzehnten ein bedeutendes Speicherkraftwerk, was die Netzanbindung und den Betrieb logistischer erleichtern dürfte. Im Zusammenspiel mit dem Speicherkraftwerk Coo-Trois-Ponts erhöht der Batteriespeicher die operative Flexibilität am Standort.
Zu Genehmigungen, Bauphasen und dem Termin der Inbetriebnahme machte Engie in der Mitteilung keine detaillierten Angaben. Nicht genannt wurden zudem Angaben zu Technologiezulieferern, Investitionssumme, Fördermechanismen oder Umweltauflagen. Nach Veröffentlichung der Engie-Mitteilung lagen auch keine weitergehenden behördlichen Detailinformationen zu Auflagen oder Zeitplänen vor. Für die Region sind während der Bauzeit Eingriffe in Verkehr und Landschaft zu erwarten; konkrete Beschäftigungseffekte oder Lieferkettenangaben bleiben offen.
Batteriespeicher gelten im belgischen Stromsystem als ein Instrument, um den wachsenden Anteil fluktuierender Erzeugung zu integrieren. Sie erbringen vor allem kurzfristige Flexibilität, ersetzen jedoch keine gesicherte Kraftwerksleistung. In Kombination mit Netzausbau, steuerbaren Kraftwerken und Nachfrageflexibilität können sie dennoch zu Versorgungssicherheit und effizienterem Kraftwerkseinsatz beitragen. Engie ordnet das Projekt in Coo entsprechend als Baustein für einen stabileren und effizienteren Netzbetrieb ein.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).