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Brüsseler Metro wird 50: Stadt feiert, Zukunft der Linie 3 bleibt unklar

Brüssel begeht am 20. September das 50-jährige Metro-Jubiläum. Während STIB feiert, bleibt die umstrittene Linie 3 wegen Kosten und Technik auf Eis.

Brüssel begeht am Sonntag, dem 20. September 2026, den fünfzigsten Jahrestag der Inbetriebnahme seiner Metro. Die erste Strecke war am 20. September 1976 eröffnet worden. Die STIB hat zum Anlass ein Programm mit historischen Einblicken und Aktionen im Rahmen des Autofreier Sonntag angekündigt. Das Jubiläum fällt damit in die Europäische Mobilitätswoche, in der das Netz traditionell besonders genutzt und diskutiert wird.

Gleichzeitig bleibt das wichtigste Ausbauvorhaben des Netzes, die künftige Linie 3, in der Schwebe. Der politisch beschlossene Korridor von Albert über das bestehende Vortunnelnetz bis Brüssel-Nord und der neue nördliche Abschnitt bis Bordet stehen seit Monaten unter Prüfvorbehalt. Nach stark gestiegenen Kostenschätzungen und technischen Problemen an Baustellen haben die Brüssel-Hauptstadtregion und Beliris im Frühjahr eine Neuordnung des Projekts eingeleitet. Dazu zählt ein vorübergehender Stopp der nördlichen Bauarbeiten, bis technische Machbarkeit, geänderte Ausschreibungen und die Finanzierungsaufteilung geklärt sind.

Aus den zuletzt veröffentlichten Projektständen geht hervor, dass bereits gebundene Mittel nicht ausreichen, um den neuen Tunnel nördlich von Brüssel-Nord in der vorgesehenen Form fertigzustellen. Prüfberichte und parlamentarische Anhörungen warnten im Frühjahr und Sommer vor Risiken für Denkmalschutz, Termine und Haushaltsrahmen. In Reaktion darauf beschlossen Ausschüsse des Regionalparlaments zusätzliche Aufsichts- und Transparenzauflagen. Beliris verweist auf notwendige geotechnische Analysen und eine Präzisierung des Bauablaufs; die STIB betont den verkehrlichen Nutzen einer durchgehenden Linie, hält sich zu Terminen jedoch zurück.

Klar zu trennen sind drei Fragen, die über den Fortgang entscheiden: Erstens die städtebauliche Wirkung im Nordkorridor, wo Anrainer klare Zeitpläne und Schutzmaßnahmen gegen Baustellenfolgen verlangen. Zweitens die Finanzierbarkeit, da ohne zusätzliche Beiträge jenseits des Regionalbudgets zentrale Baulose nicht vollständig gedeckt sind. Drittens die betriebliche Planung der STIB, falls Teile des Projekts dauerhaft entfallen oder durch oberirdische Tramvarianten ersetzt würden. In mehreren Abschnitten laufen derweil Sicherungs- und Vorbereitungsarbeiten weiter, die den Bestand erhalten und Optionen offenhalten sollen.

Ob die Linie 3 bis Bordet verwirklicht wird, hängt nun von den Ergebnissen der laufenden Prüfungen, möglichen Neuausschreibungen und zusätzlichen Finanzierungsentscheidungen ab. Zuständig sind die Brüssel-Hauptstadtregion und die föderalen Partner im Rahmen von Beliris. Ein neuer Gesamtzeitplan liegt bisher nicht vor.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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