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Brüssel plant Umnutzung des Audi-Geländes in Forest nach Vorbild Ford Genk

Die Region Brüssel-Hauptstadt will das frühere Audi-Areal in Forest zu einem gemischten Gewerbepark entwickeln und verweist als Leitbild auf die Rekonversion von Ford Genk. Langfristig sind bis zu 3000 Arbeitsplätze avisiert, offen sind Eigentums-,…

Die Region Brüssel-Hauptstadt hat am 1. September 2026 Eckpunkte zur Zukunft des früheren Audi-Geländes in Forest vorgestellt. Geplant ist ein gemischt genutzter städtischer Gewerbepark mit produktionnahen Betrieben, Logistik und Handwerk. Die Regierung nennt als Ziel, in Brüssel langfristig bis zu 3000 Arbeitsplätze zu schaffen. Als Referenz wird die Entwicklung des früheren Ford-Standorts in Genk angeführt.

Der Standort Forest umfasst nach amtlichen Angaben eine große, zusammenhängende Industriefläche in dicht bebauter Umgebung. Audi Brussels hatte seine Produktion dort in den Jahren 2024 und 2025 schrittweise beendet; bis zu 3000 Stellen waren unmittelbar oder mittelbar betroffen. Seither hat die Region Programme zur Weiterbildung und Vermittlung für ehemalige Beschäftigte über Actiris aufgesetzt und Vorarbeiten zur Flächensicherung eingeleitet. Diskutiert werden zudem beschleunigte Genehmigungsverfahren, um Investitionen zügig zu ermöglichen. Konkrete Vergaben und Bauentscheidungen stehen jedoch aus.

Als Vorbild dient Ford Genk, wo die Fabrik 2014 schloss und das Areal seither etappenweise in einen Logistik- und Industriecampus umgewandelt wurde. Dort kooperierten die lokale Verwaltung, POM Limburg und private Entwickler; Projekte wie Genk Green Logistics setzen auf Altlastensanierung, neue Infrastruktur und einen Nutzungsmix. In Genk entstanden so schrittweise neue Beschäftigungsperspektiven, wenn auch nicht im Umfang der früheren Autofertigung.

Die Übertragbarkeit dieses Modells auf Brüssel ist begrenzt. Anders als in Genk liegt Forest in einer dicht besiedelten Hauptstadtregion mit strengeren Umwelt- und Lärmgrenzen, komplexeren Verkehrsströmen und mehr betroffenen Anwohnern. Zuständigkeiten von Region und Gemeinde Forest müssen ebenso geklärt werden wie Eigentumsfragen, Bodensanierung und der Umgang mit potenziellen Altlasten. Auch die soziale Flankierung bleibt zentral: Weiterbildung, Umschulung und gezielte Vermittlung sollen verhindern, dass Qualifikationsprofile und künftige Bedarfe auseinanderlaufen.

Für den weiteren Prozess kündigt die Region Brüssel-Hauptstadt ein zentrales Projektmanagement, klare Fristen für Antrags- und Genehmigungsschritte sowie verbindliche Umweltauflagen an. Wirtschaftsakteure drängen auf Planungssicherheit und ein transparentes Auswahlverfahren für Investoren. Umweltverbände fordern präzise Zusagen zu Flächenverbrauch, Verkehrsanbindung und Naturschutz. Ob der Standort noch in diesem Jahr in konkrete Vergabeverfahren geht, hängt von Verhandlungen zwischen Eigentümern, potenziellen Nutzern und den Behörden ab. Fest steht: Ohne verlässliche Koordination und eine abgestimmte Qualifizierungsstrategie wird das Ziel neuer, tragfähiger Arbeitsplätze in Forest kaum zu erreichen sein.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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