Die Europäische Union hat eine pauschale Abwicklungsgebühr von 2 Euro für kleine Paketsendungen aus Nicht‑EU‑Ländern festgelegt, die am 1. November in Kraft geht. Diese Gebühr kommt zusätzlich zu der bereits seit Juli geltenden pauschalen Einfuhrabgabe von 3 Euro für Waren unter 150 Euro; die Maßnahme soll die Arbeit der Zollbehörden erleichtern und unvollständige oder nicht konforme Importe besser kontrollierbar machen. Belgische Medien berichten, dass die kombinierte Belastung Bestellungen bei sehr günstigen Anbietern deutlich verteuern und die Zahl der deklarierten Sendungen verändern dürfte.
In Belgien rücken Folgen für Händler und die Logistikbranche in den Fokus: Die Douane in Lüttich und Bpost hatten bereits in den vergangenen Monaten einen Rückgang sehr vieler Kleinsendungen gemeldet und zugleich eine höhere durchschnittliche deklarierte Warenwert‑Angabe registriert. Experten warnen vor zusätzlichen Administrationskosten für Versender und möglichen Preiserhöhungen für Endkunden; Verbraucherorganisationen fordern dagegen klare Information darüber, welche Kosten beim Einkauf außerhalb der EU künftig anfallen.