Kurzmeldung
In der Nacht auf den 1. September 2026 brach in den Gebäuden der Belgian Advanced Technology Systems in Liège im Wissenschaftspark Sart-Tilman ein Feuer aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Lüttich sprechen erste Ermittlungen für einen vorsätzlich gelegten Brand an drei Stellen; Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Brandermittler und ein Team des polizeilichen Labors sicherten Spuren vor Ort, die Justiz führt eine Information judiciaire wegen Brandstiftung.
Ein schriftliches, anonymes Bekennerschreiben mit der Signatur „Black Fire“ wurde nach Medienberichten auf der Plattform Stuut veröffentlicht und beansprucht die Tat aus politischer Motivation. Staatsanwaltliche Stellen betonten, dass eine solche Zuschrift die Täterschaft nicht beweise und derzeit Teil der Ermittlungen sei. Die Behörden bitten die Öffentlichkeit, von Spekulationen abzusehen, bis forensische Analysen und Zeugenaussagen Klarheit bringen.
Belgian Advanced Technology Systems (BATS) bezeichnet sich als belgisches Technologieunternehmen mit Sitz in Angleur, das elektronische Systeme für Verteidigung und innere Sicherheit entwickelt. In der öffentlichen Debatte wird das Unternehmen in Zusammenhang mit internationalen Zulieferbeziehungen genannt; konkrete wirtschaftliche Verflechtungen sind Gegenstand früherer Branchenrecherchen.
Der Vorfall löste politische Reaktionen aus: Théo Francken, Abgeordneter der N-VA, machte auf der Plattform X Gruppen der extremen Linken für die Tat verantwortlich; Vertreter der beschuldigten politischen Kräfte wiesen die Vorwürfe zurück und verlangten, die Ermittlungen ihre Arbeit tun zu lassen. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht zu politischen Zuschreibungen.
Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf die Rekonstruktion des Tatablaufs, die Auswertung von Spuren und die Prüfung digitaler Hinweise. Parallel dazu prüfen die Betreiber des Wissenschaftsparks sowie die zuständigen Sicherheitsdienste, ob und welche Sicherungsmaßnahmen kurzfristig zu verschärfen sind. Für vorsätzliche Brandstiftung sieht das belgische Strafrecht Freiheitsstrafen vor; das Ausmaß möglicher Strafen hängt von Gefährdung und Schaden ab. Weitere offizielle Informationen kündigte das Parquet de Liège nach Abschluss erster technischer Untersuchungen an.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).