Bei der Finalgala im Theater Elckerlyc in Antwerpen ist am Samstag, 29. August 2026, Ben Scheelen zum Mister Gay Belgium 2026 gewählt worden. Der Gewinner stammt aus Pelt, arbeitet in Antwerpen im Bankwesen und setzte sich nach Angaben der Organisatoren in mehreren Wertungsrunden durch. Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) war als Ehrengast anwesend und überreichte Scheelen die Schärpe.
Aus Veranstalterkreisen und lokalen Medienberichten geht hervor, dass die Gala rund drei Stunden dauerte und klassische Programmpunkte wie Einzelvorstellungen der Kandidaten, Interviews und Bühnenauftritte umfasste. Unter den Künstlern trat Red Sebastian auf. Fotos der Siegerehrung zeigen Scheelen auf der Bühne mit Mitbewerbern und Gästen.
Scheelen betonte in seiner Kandidatur das Thema Diversität auf dem Land. Er verwies auf Erfahrungen aus seiner Herkunftsregion Pelt und darauf, dass Sichtbarkeit und Akzeptanz abseits der großen Städte besondere Aufmerksamkeit benötigen. Konkrete Vorhaben für seine Amtszeit als Mister Gay Belgium nannten die Berichte zunächst nicht; die Rolle wird von der Organisation allgemein als Botschafterfunktion für die LGBTQI+-Gemeinschaft beschrieben.
Zur Platzierung der übrigen Finalisten berichten regionale Medien übereinstimmend, dass Alaettin Kadioglu den zweiten und Laurens Bervoets den dritten Rang erreichten. Angaben zur genauen Punktevergabe machte der Veranstalter am Abend nicht öffentlich. Das Theater Elckerlyc hatte den Termin bereits im Vorfeld im Spielplan geführt; Beginnzeit und die Dauer der Show wurden dort ausgewiesen.
Bart De Wever, der neben seinem Amt als Bürgermeister regelmäßig bei Kultur- und Community-Veranstaltungen in Antwerpen auftritt, kommentierte den Abend mit einem scherzhaften Verweis auf politische Haushaltsdebatten, bevor er dem Sieger gratulierte. Aussagen zu politischen Folgen der Wahl oder zu einer Beteiligung öffentlicher Mittel am Wettbewerb liegen nicht vor.
Mit der Auszeichnung rückt erneut die Frage in den Fokus, wie queere Themen in ländlichen Gebieten öffentlich präsent sind. Während urbane Räume wie Antwerpen seit Jahren über eine dichte Infrastruktur von Vereinen und Begegnungsorten verfügen, berichten Teilnehmer und Unterstützer, dass außerhalb der Zentren häufig niedrigschwellige Angebote und Vorbilder fehlen. Der Wettbewerb versteht sich vor diesem Hintergrund als Bühne für persönliche Anliegen der Kandidaten und als Netzwerkformat, das Kontakte zwischen Regionen, Initiativen und Unterstützern herstellt.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).